Kategorie: 1Damen_Spielbericht

  • SG H/H : TV Brühl 37 : 34 (20:16)

    Mit dem TV Brühl wartete wieder eine sehr anspruchsvolle Aufgabe und der heimliche „Angstgegner“ auf unsere Badenliga-Damen, denn man konnte nur die Partien der letzten Saison siegreich gestalten. In allen anderen Partien der vorangegangenen Spielzeiten hatte man stets das Nachsehen gegen einen immer um die Meisterschaft spielenden TV Brühl. Da auch Brühl einen sehr starken personellen Aderlaß zur neuen Runde verzeichnen mußte, liefen die ersten Wochen nicht so erfolgreich wie in den Jahren zuvor. Die Brühlerinnen konnten bisher nur sieben Punkte aus sieben Spielen einsammeln und mußten sich im eher ungewohnten Mittelfeld einsortieren.

    Da Ramona und als einzige A-Juniorin Tamara wieder dabei waren, während die wiedergenesene Denise nach ihrem Krankenstatus gleich wieder Dienst am Wochenende schieben mußte, war die SGH/H aufgrund ihrer Heimstärke leicht favorisiert.

    Die sehr gut eingespielten und kampfstarken Gäste konnten bis kurz vor der Halbzeit die Partie offenhalten. Brühl gelang es immer wieder, die 2 bis 3 Tore-Rückstände zu egalisieren. Die Bruchsalerinnen waren zwar offensiv wie gewohnt sehr dynamisch und torgefährlich, aber gegen die schußgewaltigen Rückraumspielerinnen von Brühl zeigte sich die Abwehr viel zu passiv. Obwohl Claudia S. wieder eine tolle Partie zeigte und viele Schüsse abwehren konnte, kamen deutlich zu viele Schüsse durch die Abwehr auf ihren Kasten und fanden trotz guter Paradenquote den Weg ins Netz. Allein die gefährlichsten 3 Gäste-Rückraumschützinnen erzielten 27 Tore!

    Auch nach der Pause konnte die SGH/H den Vorsprung nicht sichern: nach einem 3:0-Lauf der Gäste war der Anschluß beim 20:19 (35.) schon wieder hergestellt. Die SGH/H aber legte wieder eine Schippe drauf und startete die beste Phase des Spiels: mit der ganz unbekümmert aufspielenden Tamara auf der Spielmacher-Position gelang ein sensationeller 7:0-Lauf zum 27:20 (42.). Als Tamara eine Verschnaufpause benötigte, kam Sand ins Getriebe und Brühl witterte Morgenluft! Im Stile eines angeschlagenen, dafür umso gefährlicheren Boxers nützten die Gäste die Schwächephase der SGH/H gnadenlos aus und kamen postwendend wieder auf 27:26 (47.) ran. Das Spiel schien jetzt zu Ungunsten der SGH/H zu kippen, doch alle SG-Damen rissen sich nochmals zusammen und zapften die „2. Luft“ an. Mit reiner Willensleistung konnte Janina das wichtige 28:26 (48.) erzielen. Brühl zog nach, dann schafften 2 x Bianca und Ramona wieder einen beruhigenden 4-Tore-Vorsprung zum 31:27 (52.). Doch Brühl gab immer noch nicht klein bei, sondern setzte energisch weiter nach. Als beim 34:30 drei Minuten vor Ende Claudia S. einen Brühler Strafwurf entschärfen konnte und kaum 30 Sekunden danach in Unterzahl durch Laura das erlösende 35:30 fiel, waren die Punkte endgültig in trockenen Tüchern! Aber selbst bei diesem Spielstand resignierten die tapferen Gäste nicht, sondern schossen nochmals 4 Tore, während die im Zeichen des sicheren Sieges nicht mehr vollkonzentrierte SGH/H nur noch 2 Tore schaffte! Das waren nochmals sechs Tore in 2 1/2 Minuten, eine insgesamt phänomenale Offensivleistung beider Teams, aber umgekehrt natürlich kein Ruhmesblatt für beide Abwehrreihen!

    Dieser schwer erkämpfte Sieg ist angesichts der personell knappen Ressourcen der SGH/H hochverdient und sehr beeindruckend. In den nächsten drei Auswärtspartien hintereinander kann das junge SGH/H-Team selbstbewußt darauf aufbauen und es jedem Gegner daheim sehr schwer machen, vor allem, wenn es schafft, auch abwehrtechnisch noch ein paar Prozentpünktchen zuzulegen!

    SG H/H: Tor: Claudia Schuranski, Tijana Margetic; Feld: Bianca Dehm (11/4), Charlotte Durst (4), Janina Hurst (6), Tamara Dehm (3/1), Laura Witt (7), Ramona Borne (5), Miriam Gromer, Claudia Blübaum-Scholtes (1), Hanna Marquardt

  • SG Pforzheim/Eutingen : SG H/H 19 : 30 (6:17)

    Aufgrund personeller Engpässe bei der 1. Mannschaft mußte heute der Kader durch einige Spielerinnen aus der 2. Mannschaft unterstützt werden. Dadurch konnte gegen den zwar schwachen, aber nie aufgebenden Gastgeber zwei wertvolle Punkte eingefahren werden. Ohne diese Unterstützung durch die Zweite wäre das sehr schwierig geworden, denn man konnte eigentlich nur 6 Spielerinnen aufbieten, denn auch Janina war körperlich sehr angeschlagen. Da sie unheimlich wichtig ist für die Spielweise der SGH/H, biß sie aber die Zähne zusammen und konnte mit ihrem Kampfgeist und ihren wichtigen Toren wieder das Team mitreißen.

    Die SGH/H mußte gleich aufs Tempo drücken, um mit dem „Restkader“ der 1. Damen möglichst schnell die SG PF/Eutingen auf die Verliererstraße zu schicken. Die Gastgeberinnen spielten auch toll mit, denn sie waren offensiv wie defensiv zu keiner Zeit auf Augenhöhe mit der SGH/H. Durch dynamische Aktionen der Top-Schützinnen Laura (heute auf halblinks) und Bianca wurde die SG beim 4:14 (16.) kalt erwischt. Interimstrainerin Miriam wechselte frühzeitig durch, dennoch lief das Turbospiel der SGH/H erfolgreich weiter. Torfrau Claudia S. konnte mit drei gehaltenen Strafwürfen, zwei spektakulär parierten 100%ig Freien bei Kontern und zahlreichen entschärften Schüssen der gefährlichen Links- und Rechtsaußen einen unverzichtbaren Beitrag leisten. So wurde der Vorsprung bis zur Halbzeit-Pause weiter leicht ausgebaut.

    Die Heim-SG mußte nach der Pause auf Biegen und Brechen versuchen, nochmals wichtige Treffer zu landen, denn die Zeit lief eigentlich für die vollbesetzte Bank der SG, während die SGH/H natürlich den Führungsspielerinnen mehr Pausen einräumen mußte. Der SG-Trainer versuchte mit doppelter Eng-Deckung, Laura und Bianca aus dem Spiel zu nehmen. Diese Maßnahme klappte anfänglich ganz gut, die SG kam durch einen 5:0-Lauf schnell auf 11:17 (37.) ran. Dann aber stellte sich die SGH/H darauf ein und übernahm wieder die Spielkontrolle. Die Gastgeber konnten noch eine Weile dagegenhalten, doch in der 50. Minute war durch 3 tolle Tore hintereinander von Claudia B. von Rechtsaußen beim 13:24 der alte 11-Tore-Abstand wieder erreicht. Dieser war zu keinem Zeitpunkt mehr gefährdet, da die SGH/H mit allen Spielerinnen die Abwehrlücken clever ausnützten, so konnten Charlotte und Hanna auf Halblinks (!) mehrmals durchbrechen und 4 wichtige Tore markieren.

    Mit 19:30 konnte die SGH/H mit toller Unterstützung aus der Zweiten somit den Aufsteiger SG PF/Eutingen sehr souverän auf Distanz halten.

    Gegen den TV Brühl am Sonntag in Bruchsal hofft man auf Wiederteilnahme der heute fehlenden Spielerinnen, denn die Brühlerinnen um Top-Schützin K. Siebenlist sind doch um einige Hausnummern höher einzuschätzen als der harmlose Aufsteiger SG PF/Eutingen.

    SG H/H: Tor: Claudia Schuranski, Bettina Barth; Feld: Bianca Dehm (8/3), Charlotte Durst (2), Janina Hurst (4), Hanna Marquardt (2), Laura Witt (9/1), Miriam Gromer, Svenja Sebold, Anja Königkeit, Claudia Blübaum-Scholtes (5)

  • SG H/H : SG Heddesheim 34 : 17

    Heute mußte die weiterhin ersatzgeschwächte SGH/H gegen den aktuellen Tabellenzweiten SG Heddesheim mit dem Heimvorteil im Rücken versuchen, einen wichtigen Sieg einzufahren, um nicht zu stark in der Tabelle abzurutschen.

    Heddesheim tat sich wie in den letzten Jahren technisch schwer, da sie zuhause ohne Harz spielen und sich deshalb mit dem Harz doch etwas schwertun. So konnte auch gestützt auf etliche Fehlpässe die SGH/H von Anfang an die Spielkontrolle übernehmen. Die Gäste konnten fast keinen Angriffsdruck aufbauen und auch die Abwehrleistungen waren nicht sehr zwingend, so daß die SG-Damen mit relativ wenig Einsatz schnell mit 4:0 (5.) in Front gingen und den Vorsprung bis auf max. 8 Tore beim 12:4 (25.) ausbauen konnten.

    Mit dynamischen Attacken kamen die SG-Damen aus der Kabine und konnten mit schönen Kombinationen binnen einer Viertelstunde mit einem 11:0-Lauf zum 26:9 (45.) das Spiel entscheidend gestalten. Die Treffer fielen im Minutentakt, vor allem Laura zeigte ein Riesenspiel und netzte auch aus schwierigen Positionen nach Belieben ein. Die wenigen und zumeist harmlosen Schüsse wurden eine Beute der sattelfesten Abwehr und von Torfrau Claudia. Mit sagenhaften Reflexen konnte sie bei zwei Kontern die hundertprozentigen Chancen der Gäste glänzend zu Nichte machen.

    Danach wurde stark durchgewechselt und die Gäste konnten nach langen 15 Minuten Torflaute endlich wieder treffen. Doch war der Kanter-Sieg der SGH/H-Damen zu keiner Zeit mehr gefährdet und hochverdient!

    Am nächsten Samstag geht es zum Aufsteiger SG Pforzheim/Eutingen, der nach schwierigem Rundenauftakt immer besser in der Badenliga zurechtkommt, aber mit nur einem Heimsieg dringend auf zwei weitere, wichtige Heimpunkte angewiesen ist. Das wird sicher ein heißer Tanz werden, aber mit dem souveränen Erfolg von heute sollte das Selbstbewußtsein so gefestigt sein, um auch in Pforzheim einen Erfolg zu landen.

    SG H/H: Tor: Claudia Schuranski, Tijana Margetic; Feld: Bianca Dehm (8/2), Charlotte Durst, Janina Hurst, Hanna Marquardt (1/1), Tamara Dehm, Laura Witt (12), Ramona Borne (9/1), Miriam Gromer (2), Claudia Blübaum-Scholtes (2)

  • TSV Birkenau II : SG H/H 24 : 24 (10:11)

    Nach der unglücklichen Heimniederlage gegen den Tabellenführer Viernheim fuhren die Damen der SGHH nach Hessen zum TSV Birkenau. Da das Spiel der wA ausfiel und die 3. Ligamannschaft bereits samstags spielte, waren die Birkenauer mit ihrer Bestbesetzung angetreten. Das Spiel begann sehr ausgeglichen, wo die Gastgeberinnen bis zur 7. Spielminute ständig führten. Nach dem erstmaligen 6:6 Ausgleich, war es Claudia Schuranski im Tor der SG zu verdanken, dass die Gäste bis zur 21. Spielminute eine 7:10 Führung herauswerfen konnten. Leider ließ in der Folgezeit die Konzentration im Deckungsverbund nach, was die Birkenauer ausnutzten und bis zur Halbzeit den Anschluss zum 10:11 markierten.

    Zu Beginn der 2. Spielhälfte gelang Laura Witt postwendend das 10:12. Trotz der zweiten Zeitstrafe von Ramona Borne baute die SGH/H ihren Vorsprung zum 13:16 aus. Bis zum Spielstand von 14:19 in der 42. Spielminute hatten die Bruchsaler ihre stärkste Phase und präsentierte sich im Angriff sowie in der Abwehr von ihrer besten Seite. Der TSV Birkenau, unterstützt durch die lautstarken Zuschauer, kam danach immer besser ins Spiel und verkürzte ständig, bis in der 57. Spielminute erstmals wieder der Ausgleich zum 23:23 gelang. Die letzten 3 Spielminuten gehörten den Schiedsrichtern. Nach der 3. Zeitstrafe für Ramona Borne, einer weiteren für eine Birkenauer Spielerin wurde ein regelgerechtes Tor von Bianca Dehm zurückgepfiffen. Trotz dem wiederholten Anlauf erzielte wiederum Bianca Dehm 20 Sekunden vor Spielschluss das 23:24. Wie vorauszusehen, war das leider nicht der Schlusspunkt, sondern die Schiedsrichter pfiffen in letzter Sekunde noch ein 7m Strafwurf für die Heimmannschaft, der sicher zum 24:24 verwandelt wurde.

    Für die SGHH spielten: Claudia Schuranski (Tor), Tijana Margetic (Tor), Bianca Dehm 9 (1), Janina Hurst 6, Laura Witt 4, Ramona Borne 3 (1), Miriam Gromer 1, Charlotte Durst 1, Claudia Blübaum-Scholtes, Charlotte Durst

  • SG H/H : TSV Viernheim 29 : 30 (15:16)

    Heute fand das wegweisende Spitzenspiel in der Badenliga statt. BWOL-Absteiger und personell kräftig verstärkter Meisterschaftsfavorit Viernheim gegen eine SGH/H, die mit nicht so vielen Neuzugängen aufzuwarten hat, die aber durch kontinuierliche Aufbauarbeit über einen sehr breiten und gut eingespielten Kader verfügt. Dennoch ging die SGH/H als eindeutiger Außenseiter in die Partie, denn von der Papierform und den ersten Spielen her waren die Gäste der haushohe Favorit.

    Im Spiel konnte man über die Zeit eigentlich keine Qualitätsunterschiede ausmachen. Im Gegenteil, die SGH/H machte von ihrer Heimstärke reichlich Gebrauch und konnte bis zum 10:11 (16.) ständig vorlegen. Der 1. Bruch kam mit der Verletzung von Denise, die das Aus für diese Partie bedeutete. Danach konnte Viernheim zulegen und ging mit 10:14 (26.) in Front. Doch die dezimierte Heim-Sieben setzte mit Kampfgeist nach und konnte bis zum Halbzeit-Pfiff 3 Tore in unnachahmlicher Manier aufholen.

    In der 2. HZ ging es nahezu im Gleichschritt weiter, die SGH/H wirbelte trotz dünner Bank und zeigte dem Favoriten die Grenzen auf. Beim 29:26 (56.) schien alles bereit für den verdienten Sieg, doch die fehlenden Wechselmöglichkeiten und die leider einzige Schwäche des Teams, die mangelhafte, um nicht zu sagen katastrophale Chancenverwertung, konnte auch in der entscheidenden Phase niemals abgelegt werden, so daß man am Ende mit leeren Händen dastand! Mit 5 vergebenen Strafwürfen, mindestens 5 freien 100%igen und auch noch ca. 5 Holztreffern haben die entscheidenden Tore gefehlt, um den Favoriten auch ergebnistechnisch in die Knie zu zwingen. Leider wurde auch Bianca beim letzten entscheidenden Angriff erheblich verletzt, so daß man abwarten muß, ob beide Stammspielerinnen überhaupt wieder bis zum nächsten Spiel fit werden oder eine längere Rekonvaleszenz einlegen müssen, was natürlich die Konkurrenzfähigkeit dramatisch senken dürfte. Wir wünschen jetzt aber beiden Mädels viel Glück und schnelle Gesundung, damit sie baldmöglichst wieder topfit eingreifen können.

    Laura lieferte heute eine sensationelle Partie ab, mit 10 teilweise sehr raffiniert geschlenzten Toren von Außen setzte sie ein tolles Glanzlicht. Auch Claudia kommt im Tor immer besser in Topform und konnte mit schnellen Reflexen und überlegenem Stellungsspiel reihenweise die gefährlichsten Schüsse entschärfen.

    Dieses einzigartige Schußpech hat zwar den Sieg vereitelt, dennoch war die SGH/H der heimliche Sieger! Vielleicht ist das Pech schon für eine komplette Runde durch und das notwendige Quäntchen Glück wird Dauergast in den kommenden Spielen. Darauf sollte die Mannschaft aufbauen, dieses unglückliche Spiel energisch abhaken und selbstbewußt nach vorne schauen! Let‘ go, SGH/H!

    SG H/H: Tor: Claudia Schuranski, Tijana Margetic, Lea Hechinger; Feld: Bianca Dehm (5/1), Joseline Witter (1), Janina Hurst (2), Tamara Dehm (3), Laura Witt (10), Ramona Borne (6/2), Miriam Gromer, Denise Bremer (2), Claudia Blübaum-Scholtes

  • TSG Wiesloch : SG H/H 25 : 34 (11:18)

    Nach dem überzeugenden Sieg gegen den Meisterschaftsfavoriten HG Saase am letzten Sonntag war das heutige Spiel gegen die personell verstärkte TSG Wiesloch ein wichtiger Indikator für die weitere Entwicklung der SGH/H.

    Mit Unterstützung von Tamara aus der A-Jugend entwickelte sich ein aus SGH/H-Sicht sehr munteres Spiel, in dem sich auch die TSG anfänglich nicht lumpen ließ, so daß es ein sehr schnelles und torreiches Match zu bestaunen gab. Schon nach stark 4 Minuten stand es 2:4 für die schwungvollen und selbstbewußten SGH/H-Damen. Unter der gewohnt dynamischen und torgefährlichen Regie von Bianca wirbelte die SGH/H den Gegner energisch durch und konnte sich gestützt auf klasse Aktionen von Ramona und Laura ab Mitte der 1. HZ immer besser in Szene setzen, während die TSG mit der stabiler werdenden Gästeabwehr ständig mehr Probleme bekam. Insbesondere Claudia im Tor konnte in dieser Phase einige Schüsse der torgefährlichen Rückraumspielerinnen mit starken Paraden entschärfen, so daß das SG-Gehäuse ab dem 7:7 in der 13. Minute wie vernagelt war. Da die Offensive nie ernsthaft durch Wieslocher Abwehrhandlungen eingebremst wurde, konnte sich die SGH/H mit einem 11:4-„Zwischenspurt“ einen vorentscheidenden Vorsprung schon zur Halbzeit erspielen.

    Nach der Pause konnten die Wieslocher Damen schnell auf 12:18 verkürzen, jedoch zogen die Wieslocher Damen ihre Angriffe etwas zu übermotiviert und hektisch auf. Die von allen erwartete Wieslocher Aufholjagd brach postwendend in sich zusammen, denn die daraus resultierenden technischen Fehler und überhasteten Angriffsversuche wurden von der deutlich cooleren SGH/H eiskalt ausgenutzt, der Vorsprung wurde somit in nur 6 Minuten auf 10 Tore hochgeschraubt! Damit war die Partie in der 37. Minute nahezu gelaufen, zumal die TSG auch in der Durchwechselphase der SGH/H nur 3 Tore verkürzen konnte. Nach kurzer Verschnaufpause packte die SGH/H nochmals 5 Tore drauf, so daß beim 22:34 knapp 3 Minuten vor Schluß ein klarer Kantersieg in Aussicht stand. Durch zwei nahezu gleichzeitige Hinausstellungen bei der SGH/H konnte die TSG in zweifacher Überzahl nochmals 3 Tore erzielen, damit fiel die Niederlage nicht mehr ganz so dramatisch, aber deutlich genug aus.

    Damit hat sich das junge SGH/H-Team eindeutig rehabilitiert und die Richtung zeigt ganz klar nach oben, so daß nun am Sonntag gegen den BWOL-Absteiger und Tabellenführer TSV Viernheim genau der richtige Prüfstein ansteht. Die Viernheimerinnen haben sich kräftig verstärkt und scheinen den Abstieg gut weggesteckt zu haben, denn sie stehen mit drei souveränen Siegen ungeschlagen an der Tabellenspitze und sind nach dem ersten Strauchler der HG Saase der klare Meisterschaftsfavorit! Wenn die SGH/H so clever und selbstbewußt wie in den beiden letzten Spielen agiert, kann hier eine Überraschung gegen den Favoriten Viernheim gelingen. Immerhin kann sich Damir auf einen Kader mit sehr breitem Leistungspotential stützen, denn heute konnten sich alle 10 Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen. Diese breite Trefferquote ist ein extrem wichtiger Erfolgsfaktor, den die wenigsten Teams der Badenliga für sich reklamieren können.

    SG H/H: Tor: Claudia Schuranski, Tijana Margetic; Feld: Bianca Dehm (8), Charlotte Durst (1), Janina Hurst (4), Tamara Dehm (2), Laura Witt (6), Ramona Borne (7/3), Miriam Gromer (1), Katharina Kaiser (1), Denise Bremer (2), Claudia Blübaum-Scholtes (2)

  • SG H/H : HG Saase 29 : 24 (11:11)

    Nach der überraschenden Auswärtsniederlage beim Badenligaaufsteiger TSV Rot, stand ein richtungsweisendes Heimspiel gegen den Titelaspiranten HG Saase an.

    Eine völlig neu formierte Gästemannschaft zeigte bereits in den Anfangsminuten ihre Qualitäten und erzielte in der 8. Spielminute die erstmalige 3:4 Führung, welche noch auf 3:5 ausgebaut wurde. Janina Hurst konnte mit 2 Toren vom Kreis bis zur 14. Spielminute wieder zum 5:5 ausgleichen. Bis zur Halbzeit war die Begegnung völlig ausgeglichen, wo der Gastgeber bis zur 29. Spielminute mehrmals mit einem Tor führte. Den 10:11 Rückstand kurz vor dem Halbzeitpfiff glich Claudia Blübaum-Scholtes mit einem sehenswerten Tor von der halbrechten Position aus.

    Zu Beginn der 2. Spielhälfte gelang Ramona Borne mit einem Doppelpack die 13:12 Führung. Im Anschluss gelang den Gästen letztmals der Ausgleich. Denise Bremer und Bianca Dehm brachten die SG ab der 37. Spielminute auf die Siegerstraße und erhöhten auf 18:15. Dieser Vorsprung wurde zwischenzeitlich auf 6 Tore ausgebaut. Bemerkenswert war in dieser Phase die Kaltschnäuzigkeit von der noch A-Jugendlichen Lea Müller, die vom 7m Punkt zwei Strafwürfe sicher verwandelte.

    Mit diesem verdienten Heimsieg verschafften sich die SG- Damen wieder Luft und müssen ihre gezeigte Leistung am kommenden Samstag bei der TSG Wiesloch weiter unter Beweis stellen.

    Für die SGHH spielten: Claudia Schuranski (Tor), Tijana Margetic (Tor), Melanie Herberger (Tor), Ramona Borne 7, Bianca Dehm 6, Denise Bremer 5, Janina Hurst 4, Laura Witt 3, Lea Müller 2 (2), Miriam Gromer 1, Claudia Blübaum-Scholtes 1, Charlotte Durst, Katharina Kaiser, Vanessa Kunsmann

  • TSV Rot : SG H/H 34 : 31 (19:14)

    Das Auftaktspiel gegen den Aufsteiger TSV Rot fand nicht unter den besten Umständen statt. Janina mußte pausieren und es gab keine Unterstützung aus der A-Jugend, die nahezu parallel beim BWOL-Auswärtsspiel in Nellingen zu Gast waren.

    Somit konnte man mit Saskia aus der 2. Mannschaft nur 8 Feld-Spielerinnen aufbieten. Die Gastgeber aus Rot fieberten als Aufsteiger der Partie entgegen und starteten auch gleich sehr energisch ins Match. Vor allem von Linksaußen und Rückraum Mitte stachen die Roter Trümpfe, da die Abwehr nicht so optimal funktionierte wie im Pokalspiel gegen die Kröstis. Ab dem 3:3 (5.) startete Rot in Überzahl mit einem 5:0-Lauf die erste vorentscheidende Attacke zum 8:3 (11.). In dieser Phase wirkte unser Team nicht sehr fokussiert und agierte mit wenig Druck und Selbstbewußtsein. Die Roter Damen hingegen machten das Spiel schnell und breit und fanden weiterhin über Außen und Mitte die Lücken für ihre sehr präzisen Schüsse. Unsere SG-Damen hatten aber auch Pech, da etliche Schüsse auf Holz trafen und danach ins Aus gingen, so daß ein schneller Roter Gegenangriff gestartet werden konnte. Dadurch wurde der Abstand auf 8 Tore ausgebaut, erst ab dem 19:11 rd. zwei Minuten vor Halbzeit konnte die SG wieder die Zügel anziehen und schaffte mit einem 3:0-Lauf einen etwas engeren Anschluß beim HZ-Stand von 19:14.

    In der 2. HZ behielt der TSV Rot trotz einigen Rückschlägen die Oberhand, die SG konnte mehrmals auf 3 Tore noch rankommen, Rot konnte aber immer wieder zulegen und den Vorsprung flexibel ausbauen. Ab der 50. Minute machte sich auch die fehlenden Reservekräfte negativ bemerkbar, dadurch konnte die SG nicht mehr so viel Druck ausüben, um noch einen Umschwung zu bewirken.

    Diese Niederlage war somit nicht mal unverdient, aber man muß auch relativierend festhalten, daß man ohne einen breiten und leistungsstarken 14’er Kader auch in der Badenliga nicht sehr viele Sieg-Chancen erzwingen kann. Auch wenn die individuelle Klasse unserer SG-Damen wie bei der wieder überragenden Bianca und bei der heute sehr sicheren Strafwurfschützin Laura immer wieder für einige Highlights sorgte, ist aber der Weg zu einer gutfunktionierenden und effektiven mannschaftlichen Einheit noch recht weit! So bleibt zu hoffen, daß beim Heimspiel-Auftakt am Sonntag gegen den Meisterschaftsfavoriten HG Saase zumindest die personellen Bedingungen günstiger sind als beim heutigen Spiel, so daß man dem mit dem Ex-Malscher Rückraum hochklassig verstärkten Gast von der Bergstraße Paroli bieten kann.

    SG H/H: Tor: Claudia Schuranski, Tijana Margetic; Feld: Bianca Dehm (11/1), Charlotte Durst (2), Laura Witt (7/3), Ramona Borne (4), Miriam Gromer, Saskia Höckel (1), Denise Bremer (6), Claudia Blübaum-Scholtes

  • Kreispokal: SG Kronau/Östringen : SG H/H 20 : 31 (10:14)

    Die neue Runde startete mit dem Kreispokalspiel in Östringen gegen eine junge und hochmotivierte SG Kronau/Östringen, die aktuell in der neuen Verbandsliga spielt. Somit war diese Partie auch ein guter Formtest gegen eine nur eine Klasse tiefer spielende Mannschaft.

    Die SG K/Ö setzte die starke Motivation gleich in einen 2:0-Start erfolgreich um, während die SGH/H mehr mit den schwülen Hochsommer-Temperaturen zu kämpfen hatte. Es dauerte einige Minuten, um sich auf das Spiel einzustellen, doch durch das schöne 1. Saison-Tor von Miriam zum 2:1 (5.) war der Bann gebrochen und die SGH/H-Maschinerie lief langsam, aber immer besser und konnte immer wieder vorlegen. Doch die SG K/Ö hielt tapfer dagegen und machte aus wenigen Möglichkeiten maximale Ergebnisse. So konnte sie mehrmals 2-Tore-Rückstände egalisieren und bis zur 25. Minute immer in Reichweite bleiben. Ab da setzte sich die höherklassige Spielanlage der SGH/H mit dem 9:12 durch Biancas sicher verwandelten Strafwurf endgültig durch.

    Die Tordynamik setzte sich auch nach der Pause fort und durch mehrere „x:0“-Läufen konnte sich die SGH/H beim 13:22 (42.) vorentscheidend bis auf 9 Tore absetzen. Danach mußte auch durchgewechselt werden, dadurch ging die Linie etwas verloren, was zu einigen stärkeren Aktionen der SG K/Ö führte. Der Vorsprung schmolz minimal auf 7 Tore, doch dann waren ab der 55. Minute die Kräfte der jungen Heim-Mannschaft am Ende und die SGH/H konnte mühelos die Torquote wieder auf 11 Tore Vorsprung hochschrauben.

    Da aufgrund eines wichtigen Vorbereitungsturniers keine A-Jugendliche eingesetzt werden konnten und zwei neue Spielerinnen noch integriert werden müssen, kann man diesen Saisoneinstand als positiv bewerten. Natürlich sind noch gewisse Trainingsrückstände zu kompensieren, aber mit Konzentration und Kampfeswillen sollte am nächsten Sonntag beim sicher auch hochmotivierten Aufsteiger TSV Rot ebenfalls ein positives Auftakt-Signal für die neue Badenliga-Saison 2016/17 gesetzt werden können.

    SG H/H: Tor: Claudia Schuranski, Tijana Margetic; Feld: Bianca Dehm (10/5), Charlotte Durst (1), Janina Hurst (5), Hanna Marquardt, Laura Witt (8), Ramona Borne (3/1), Miriam Gromer (2), Denise Bremer (2), Claudia Blübaum-Scholtes

  • Relegation

    SGHH – HSG Leinfelden-Echterdingen 22:26 (10:7)

    Im 1. Aufstiegsspiel gegen den schwäbischen Vertreter HSG Leinfelden-Echterdingen konnten die SG-Damen bis auf Denise in Bestbesetzung antreten. Natürlich bedeutete das eine große Schwächung, aber bei der Urlaubsplanung war noch nicht bekannt, ob die SGHH sich für die Relegationsspiele qualifiziert und wann diese stattfinden. Die Spieleröffnung wurde bei beiden Teams mit sehr großer Nervosität überlagert. Da die HSG sich in einem Hin- und Rückspiel gegen den Zweiten der Nordliga am letzten Wochenende nochmals Spielpraxis sammeln und mit echter Bestbesetzung antreten konnte, ging die erste Viertelstunde an die weniger nervösen Gäste. Mit dem 4:4-Ausgleich (17.) durch Tamara, sehr weit von Rechtsaußen, begann die beste Phase der Hausherrinnen. Die Abwehr stand mit dem Innenblock Ramona/Jasmin/Janina sehr stabil und Lea zeichnete sich durch Paraden in Serie aus. In der Offensive hatte man zwar immer noch etwas konzeptionelle Schwächen, doch mit Biancas Spielmacher- und Torschützen-Aktionen konnte die HSG immer mit 3-4 Toren auf Abstand gehalten werden. Doch ab der 50. Minute konnte das Fehlen der etatmäßigen Rückraum-Rechts-Schützin nicht mehr kompensiert werden, während die HSG über eine sehr breite und dynamische Bank verfügte und immer wieder frische Kräfte einwechseln konnte. Das Blatt begann sich bei leider schwindender Gegenwehr der SGHH zu drehen. Beim 22:22 und noch exakt 5 Minuten bis Abpfiff waren die Kräfte der SG am Ende, so dass die HSG recht locker und ungefährdet noch einen 4-Tore-Vorsprung herausspielen konnte. Wie auf der Homepage vom SV Allensbach am 16.05.16 gepostet, soll sich die HSG Leinfelden-Echterdingen vor der Saison mit vielen bundesligaerfahrenen Spielerinnen aus Möglingen verstärkt haben. So gesehen haben unsere Mädels mit diesem Spiel wie auch schon gegen Ketsch 2 (verstärkt mit 6, 7 Spielerinnen des 3.-Liga-Meisters und Aufsteiger in die 2. Bundesliga) Duelle auf absoluter Augenhöhe geliefert. Das ist schon eine hammermäßige, fantastische Leistung, die nicht hoch genug bewertet werden kann!

     

    SV Allensbach II – SGHH 38:22 (21:14)

    Als Verlierer musste die SGHH rd. 1 Std. nach Ende des 1. Spiels gegen den Südbaden-Liga-Zweiten SV Allensbach II wieder antreten. Der „Gastgeber“ trat mit ca. 4,5 Spielerinnen aus der 1. Mannschaft an, die die 3. Liga als Tabellendritter abschlossen haben. Auf der SVA-Homepage wurde auch verkündet, dass sie unter allen Umständen gewillt wären, diese Aufstiegsrunde mit Unterstützung aus der 1. Mannschaft für sich zu entscheiden. Gegen diesen frischen und hungrigen Gegner, mit massiver Verstärkung aus der 3. Liga, waren unsere abgekämpften und nach der unglücklichen Niederlage etwas frustrierten SG-Damen nicht mehr gewachsen. Damir nutzte dieses Spiel, um jeder Spielerin Einsatzzeiten zu geben. Trotz allem wurde die SG nicht abgeschlachtet, bei ca. 4, 5 Holztreffern konnte die 1. HZ noch sehr ordentlich absolviert werden.

    In der 2. HZ konnte die SGHH nicht mehr zulegen. Die SVA II verwaltete locker das Spiel, um sich für das entscheidende Endspiel zu schonen. In Bestbesetzung und bei etwas besserer Tagesform hätte man das 1. Spiel gegen die HSG L.-E. gewinnen können, aber gegen die verstärkte SVA II hätte die SGHH auch in dieser Ideal-Konstellation mutmaßlich ebenfalls das Nachsehen gehabt. Wenn man dann bedenkt, dass dieser Kader ohne gravierende Verstärkungen eine ganze BWOL-Runde durchhalten sollte, dann muss man objektiv konstatieren, dass es mannschaftlich und moralisch besser ist, mit diesem Kader in der Badenliga auf hohem Niveau weiterzuspielen, die neuen A-Juniorinnen behutsam und vorsichtig an das hohe Erwachsenen-Niveau heranzuführen und sich weiterhin auf die perspektivische Kaderentwicklung zu konzentrieren. Das Grundgerüst für Aufstiegschancen in den nächsten Jahren ist weiterhin sehr gut und auch mit eigenen Jugendkräften positiv ausbaufähig. Allerdings müsste der Verein für personelle Ergänzungs-Möglichkeiten sorgen, damit auch ein Aufstieg in die 4.-höchste Handball-Liga nicht gleich wieder mit dem Super-Gau Sofort-Abstieg endet (siehe Beispiel der TSV Viernheim!).

    Die 1. Damenmannschaft bedankt sich bei allen im Verein, dem Wirtschaftsdienst, ihren Fans und Unterstützern für die tolle Badenliga-Saison 15-16. Der Vize-Meister-Titel der Badenliga ist bis dato der höchste sportliche Erfolg einer SGHH-Damenmannschaft!  Als langjähriger Chronist kenne ich die seltenen Erfolgserlebnisse und die bis jetzt häufigeren schlimmen und frustrierenden Abstürze sehr gut aus eigener Anschauung und finde, dass die Mädels mit Jasmin vornedran einen tollen Job gemacht haben!!!

    Wir hoffen, einfach alle Handballverrückten, egal wo sie gebraucht werden, wieder in der neuen Saison 2016/17 begrüßen zu können. Leider müssen wir Melanie aus unserem Team verabschieden, da sie aus persönlichen Gründen nicht mehr dabeibleiben kann! Alles Gute, liebe Melanie, es war grandios, was Du zwischen den Pfosten für die SGHH geleistet hast!

    SG HH: Tor: Lea Hechinger, Melanie Herberger; Feld: Bianca Dehm (16/3), Charlotte Durst, Janina Hurst (4), Tamara Dehm (5/1), Joseline Witter (1), Laura Witt (6), Ramona Borne (1), Miriam Gromer (n.e.), Anna Greil (3), Jasmin Förster (6/2), Ramona Knapp (2)