Kategorie: 1Damen_Spielbericht

  • SG H/H : TSV Bönnigheim 19 : 23 (9:9)

    Unglückliche Auftakt-Niederlage in der Frauen-BWOL

    Heute starteten die SGHH-Damen 1 in das Abenteuer Baden-Württemberg-Oberliga. Nach einer sehr intensiven Vorbereitungszeit konnte das Team aufgrund einiger Verletzungen noch nicht ganz in Bestform antreten. Clara muß wegen eines Bänderrisses noch 2 Wochen pausieren, Ramona stellte sich trotz Oberschenkelzerrung genauso wie Laura nach gerade überstandener OP vorbildlich in den Dienst ihres Teams.

    Der TSV Bönnigheim war als letztjähriger Tabellenvierter und nach dem etwas überraschenden 24:22 Auftakt-Sieg gegen Regionalliga-Absteiger TG 88 Pforzheim der klare Favorit!

    Mit der nach 4 Jahren wieder für die SGH/H auflaufenden Selina und Neuzugang Nora mußte Trainerin Jasmin den Verletzungen Rechnung tragen und die bewährte Meister-Formation neu aufstellen. Die neue Formation wußte aber in den ersten Spielminuten gut zu gefallen und demonstrierte eine Top-Einstellung! Die SGH/H ging nach einem schnellen 0:1 der Gäste durch 2 tolle Aktionen von Denise und dem sicher von Rechtsaußen verwandelten Führungstreffer von Hanna mit 3:2 (5.) in Front. Doch dann zeigte der Gast seine schon 4-jährige BWOL-Klasse und legte durch einen 0:4-Lauf unbeeindruckt zur ersten 3-Tore-Führung vor.

    Doch die SGH/H war weiterhin topmotiviert, auch als Außenseiter sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen und zog ihrerseits dynamische Angriffe auf. Durch eine beeindruckende mannschaftliche Geschlossenheit konnte man zum 6:6 (15.) durch Denise in der ersten Unterzahlphase gleichziehen. Euphorisiert von dieser tollen Aufholjagd gelang dem jungen Team ein phantastischer 6:0-Lauf auf 9:6 (25.) Der Gegner wurde durch robuste und effiziente Deckungsarbeit früh gestört und die Angriffe wurden sicher und konsequent abgeschlossen. Die fast 20-minütige Torflaute der Gäste wurde aber durch eine erneute Gala-Vorstellung abgelöst. Die letzten 5 Minuten gehörten wieder komplett den Gästen, die wieder ein 9:9-Untentschieden herstellten. In dieser Phase hatten auch die SG-Damen einige Groß-Chancen, die aber bedauerlicherweise vergeben wurden. Wenn hier noch etwas mehr Coolness dazukommt, dürften die nächsten Partien deutlich offener sein! Claudia war bestens aufgelegt und zeigte einige Superparaden, auch ein Strafwurf konnte sie unschädlich machen!

    Zu Beginn von Halbzeit 2 agierte die SGH/H weiterhin auf Augenhöhe, allerdings waren die Gäste nach wie vor effizienter in der Chancenverwertung, so daß sich langsam aber sicher die Waage zuungunsten der SGH/H neigte. Beim 15:16 (49.) war das Match noch offen, dann aber wurde zu hektisch gespielt und meist nicht sehr clever abgeschlossen. Die Bälle landeten 3,4 Male hintereinander bei der TSV-Torfrau, die sofort erfolgreiche Konter einleitete. Trotz einer überragenden Torwartleistung von Claudia war die letztliche 6-Tore-Führung drei Minuten vor Ende eine zu große Hypothek. Die SG-Mädels warfen sich nochmals voll rein und konnten noch den Abstand auf eine sehr achtenswerte 4-Tore-Niederlage verkürzen.

    Heute wäre mehr drin gewesen, aber natürlich steht man als Liga-Neuling vor einer extrem großen Herausforderung in physischer und psychischer Hinsicht. Das junge SGH/H-Team ließ aber doch über 55 Minuten sehr positive Ansätze besonders in der stabilen Defensive mit Claudia Top-Paraden in der Hinterhand erkennen und konnte das Match gegen einen erfahrenen und druckvollen Gegner auf Augenhöhe gestalten. Selina konnte sich wieder perfekt in die SGH/H-Spielweise einfügen und sich mit ihrer kompletten Leistung als sehr wertvolle Verstärkung präsentieren! Mit etwas mehr Schußglück und erfolgreichem Comeback der verletzten Spielerinnen sollte von Spiel zu Spiel eine nachhaltige Entwicklung machbar sein. In 14 Tagen kann das junge Damenteam gegen Regionalliga-Absteiger TV Brombach schon unter Beweis stellen, daß die Feinarbeit bis dato gefruchtet hat! Die SGH/H-Damen bedanken sich für die tolle Unterstützung durch die Fans und hoffen auf wieder laute und starke Schützenhilfe am 1. Oktober um 15.30 Uhr in der Bruchsaler Sporthalle!

    SG H/H: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (4), Joseline Witter, Tamara Dehm (1), Selina Röh (5), Laura Witt (1), Ramona Borne (3), Anna Greil, Denise Bremer (4), Katharina Kaiser, Nora Schmidt, Hanna Marquardt (1);
    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Rüdinger Böllinger, Clara Hoffmann

     

     

  • Ehrung Badischer Meister SGH/H-Frauen 1

    Am vorletzten Sonntag durften unsere Frauen 1 kurz vor dem Spiel unserer Herren sich den Fans in ungewohnter Form präsentieren.

    Zum allerersten Mal seit Bestehen der SGH/H konnte sich die aktuelle Frauen-Mannschaft in einem phänomenalen Endspurt gegen die großen und bis vier Wochen vor Saison-Abschluß führenden Rivalen HG Saase und TSV Viernheim durchsetzen und sich somit hochverdient den Titel des Badischen Meisters sichern. Dazu erkämpfte sich das Frauen-Team im wahrsten Sinne des Wortes auch das langersehnte und natürlich noch reizvollere Aufstiegsrecht in die Oberliga Baden-Württemberg!

    Diese Ehrung wurde vom Frauen-Spielleiter des BHV Herr Markus Münch und von der Bruchsaler Oberbürgermeisterin Frau Cornelia Petzold-Schick vorgenommen. Auch die Offiziellen der SGH/H und der Stammvereine ließen es sich nicht nehmen, ihren Mädels ganz herzlich für diesen historischen Erfolg zu gratulieren. Herr Münch überreichte den Meisterwimpel und einen Ball, Frau OB Cornelia Petzold-Schick und die SGH/H-Vorstände Jan Gromer und Jürgen Höckel sowie des TV Helmsheim Thomas Witzel überreichten mit etlichen Euros gefüllte Umschläge für die anstehenden Meister- und Aufstiegs-Feierlichkeiten.

    Die Mädels wurden von den Fans lautstark gefeiert und waren mächtig stolz und happy über diese außergewöhnliche Zeremonie.

    Leider wurden noch ein paar Tränchen verdrückt, denn nach dem Spiel der Herren wurden Janina Hurst und Miriam Gromer offiziell aus der 1. Frauen-Mannschaft verabschiedet. Im Namen des Teams und des Vereins möchte ich beiden Mädels für ihren tollen Einsatz danken. Natürlich gebührt hier Janina eine Extra-Würdigung, denn sie war ja seit frühester Jugend im TV Helmsheim bis zum letzten siegreichen Spiel im SGH/H-Dress ein unermüdliches Vorbild an Power und Kampfkraft. Sie hat manche Spiele mit ihrer Dynamik und ihrem Stehvermögen umgebogen und sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Als Kreisläuferin mußte sie viele Fouls und Attacken einstecken und auch bei den unzähligen kleinen und großen Verletzungen biß sie die Zähne zusammen und fightete immer bis zur letzten Sekunde. Aufgeben oder Resignieren war niemals eine Option für sie! Wir vermissen Dich jetzt schon! Wir wissen aber auch, daß so viel Feuer in Dir brennt, daß Du vielleicht mal wieder für Deine Mädels in der BWOL Dein Kämpferherz auspackst und Dein Team mitreißt, wenn „Not an der Frau“ ist. Vielen Dank für Alles, liebe Janina!

    Das junge Meister-Team ist sich der Schwere der neuen Aufgabe bewußt, wird aber alles dran setzen, sich in der BWOL zu etablieren. Alle Handballverrückte und die es werden wollen, können wir jetzt schon eine nervenzerfetzende und superspannende Saison in der vierthöchsten Spielklasse Deutschlands garantieren. Die Frauen 1 der SGH/H hoffen auf zahlreiche und lautstarke Fan-Unterstützung in der BWOL-Saison 2017/2018!

     

    Damen1 Bad.Meister 2017 (1024x683)

    Vordere Reihe von rechts: Laura Witt, Janina Hurst, Clara Hoffmann, Hanna Marquardt, Tamara Dehm, Ramona Knapp, Anna Greil

    Hintere Reihe von rechts: Jan Gromer, Markus Münch, Thomas Witzel, Inge Scherer, Ramona Borne, OB Cornelia Petzold-Schick, Jürgen Höckel, Melanie Herberger, Denise Bremer, Claudia Schuranski, Joseline Witter, Miriam Gromer, Claudia Blübaum-Scholtes, Jasmin Förster, Rüdiger Böllinger, Thomas Lotsch

    Es fehlen: Bianca Dehm, Charlotte Durst, Katharina Kaiser, Lea Müller, Lea Hechinger, Celina Böllinger

  • TG Neureut : SG H/H 17 : 27 (5:13)

    Thriller-Finale in der Frauen-Badenliga! – Teil 2

    Um es gleich vorweg zu sagen, so einen entspannten und lockeren Handballabend hatten die Anhänger der SGH/H-Frauen schon lange nicht mehr erlebt!

    Hitchcock hatte sich am letzten Samstag total verausgabt und mußte eine sehr lange Auszeit nehmen! Viele Fans und auch Offizielle waren natürlich schon etwas angespannt, aber der Chronist war sich sicher, daß heute abend die SG-Frauen ohne große Zitterpartie gewinnen und den Meistertitel und den Aufstieg in die BWOL souverän einfahren würden. Genauso war er sich sicher, daß die TG Neureut als sehr wohl gesinnter und freundschaftlich verbundener Gastgeber trotz einer Niederlage gegen den Favoriten nicht absteigen würde, da die Schriesheimerinnen noch was gut machen mußten nach einer verkorksten Saison. Da ihre beste Spielerin nach längerer Verletzungspause wieder ordentlich auftrumpfte und ihre Mannschaft auch in den letzten 2 Spielen zu alter Gefährlichkeit führte, konnte man damit rechnen, daß sie auch in Malsch siegen würden.

    So kam es dann auch: der Sieg der SGH/H war eigentlich schon nach 25 Minuten Spielzeit safe und damit die Meisterschaft und der Aufstieg in die BWOL! Die Mädels und der ganze Fan-Anhang waren aus dem Häuschen und zelebrierten noch auf dem Spielfeld dieses große Ereignis! Und nach einer kleinen Zitterpartie, wohl-gemerkt nach dem Spiel – und das war auch die allereinzige an diesem Abend – konnten sich auch die Neureuter Frauen in den Armen liegen, als der Sieg von Schriesheim in Malsch rübergefunkt wurde! Somit war es für beide Teams ein perfekter und denkwürdiger Abend, der sicher noch lange ausgefeiert wurde!

    Mit dem gleichen Gewinner-Kader vom letzten Samstag sowie mit Katharina verstärkt, setzte die SGH/H gleich zu Beginn der wirklich auf Messers Schneide operierenden TG Neureut eine sehr aggressive und fokussierte Abwehr entgegen. Diese Lehre aus dem letzten Spiel, wo die SGH/H auf der letzten Rille agierte, wurde hier bravourös und erfolgreich umgesetzt!. Dadurch prallte die TG auch aufgrund des eindeutig höheren Nervositäts-Levels wie auf eine Mauer und kam schon in den ersten Minuten nur durch glückliche und eher zufällige Einzelaktionen überhaupt zum Torwurf.

    Der Aufstiegsfavorit SGH/H, der aus dem hochverdient gewonnenen Thriller-Spiel am letzten Samstag enormes Selbstbewußtsein in die eigene Spitzenleistung herausfilterte, ging bemerkenswert abgezockt und clever das Spiel an und ließ von der ersten Sekunde an nie einen Zweifel aufkommen, daß hier nur einer als eindeutiger und verdienter Sieger vom Platz marschieren würde, nämlich die SGH/H!

    Nach einem abtastenden Zwischenstand von 2:2 in der 6. Minute nahm der SG- Aufstiegsexpreß Fahrt auf, tanzte nahezu ungestört durch die Neureuter Abwehr und setzte sich sukzessiv über 3:5 (12.) bis zu 4:10 (24.) kontrolliert und druckvoll ab. Gegen dieses souveräne Auftreten half kein Team-Timeout und auch einige Strafwürfe brachten keine Erfolge, da Melanie wie gewohnt supersicher auf dem Posten war und eine Serie von insgesamt 4 Strafwürfen parierte. Absolut harmlose Neureuter Angriffe wurden konzentriert und mehrfach geblockt, so daß nur noch ein Verlegenheitswurf den Weg in den SG-Kasten fand. Die SGH/H dagegen kam zu weiteren guten Möglichkeiten, allein die starke Keeperin der TG konnte mit einigen starken Paraden ihr Team vor einem Debakel bewahren. Das war auch das einzige kleine Manko der SGH/H, was aber bei so einem absolut ungefährdeten Vorsprung durchaus nachvollziehbar ist. Es ist also noch etwas Luft nach oben, das Team kann jetzt noch einige Monate an dieser und anderen Baustellen in Ruhe arbeiten, bis die neue Runde in der BWOL losgeht!

    In der 2. HZ rollte der SG-Expreß ungestört und dynamisch Richtung Auswärts-Sieg weiter, die SG-Maschine schnurrte und legte kontinuierlich auf 6:20 (39.) vor. Hier zeichneten sich vor allem Bianca mit glänzend geschossenen Strafwürfen aus, Laura trumpfte in ihrer bisher besten Saison mit weiteren 8 Sensationstreffern vom Rückraum (1 Hammer direkt ins obere linke Eckchen!!!) oder von Linksaußen (mit Wahnsinns-Hebern wie in der BuLi!!!) bärenstark auf. Nur durch Melanies Rückkehr für unsere verletzte Torfrau Claudia konnten diese 3 letzten Finalspiele überhaupt erfolgreich gestaltet werden. Ohne Training (!) hat sie eine fantastische Abwehrquote und war vor allem im Thriller-Finale gegen Königshofen eine der Sieggaranten! Super Melanie und vielen Dank auch an Deine Familie, und wir würden uns wünschen, daß du immer mal wieder gerne zum Einspringen kommst, wenn mal wieder Not an der Frau sein sollte!

    Die SGH/H war somit 20 Minuten vor Spielende eigentlich durch und hatte das noch vor 4 Wochen nicht für möglich gehaltene Riesenziel erreicht! Jasmin nutzte nun den glasklaren Vorsprung zum Durchwechseln, so daß die TG wieder etwas mehr Raum bekam, um sich wieder ins Spiel zurückzumelden. Sie konnte ihr Trefferkonto nochmals deutlich anheben, was aber keinen Schaden mehr anrichtete, da man wie man so schön sagt, „der Markt verlaufen war“!

    Doch auch die „Reserve“ hatte noch etliche Riesenmöglichkeiten, die leider etwas unkonzentriert an die Neureuter Torfrau hergeschenkt“ wurden, die sich durch tolle Paraden als beste Spielerin der Heim-Mannschaft auszeichnen konnte. Sonst hätte die SGH/H auch in dieser Phase den Vorsprung nochmals auf gut 15 Treffer ausbauen können.

    Vielen Dank an dieser Stelle an das sehr souverän leitende Schiedsrichter-Paar Silvia und Ralf Schuster, das angesichts der Dramatik und der aufgeladenen und hektischen Atmosphäre absolut professionell und wohltuend fair und neutral das Spiel geleitet hat!

    Nach dem Herzschlag-Thriller am letzten Samstag mit 3 Rückstandsphasen mit bis zu 4 Toren und dem final überzeugendem Durchbruch zum letztlich entscheidenden Sieg konnte die SGH/H hier auch ohne brutalen Fight diese Partie locker und easy für sich entscheiden. Somit war der historische Tag, der von vielen herbeigesehnt wurde und den man eigentlich in dieser kapriolenreichen Runde niemals für möglich gehalten hatte, heute am 29.04.2017, um 21.18 Uhr, erreicht: zum 1. Mal in der Geschichte der SG Heidelsheim/Helmsheim ist ein Frauenteam in die Baden-Württemberg-Oberliga, der immerhin vierthöchsten Klasse in Deutschland, aufgestiegen. Zusammen mit den zeitgleichen Meistertitel der Frauen 2 und 3 und Aufstieg der Frauen 2 in die Verbandsliga Nordbaden wurden die größten Erfolge in der Geschichte der weiblichen Abteilung erreicht! Die lange und fast nur ehrenamtlich investierte Aufbauarbeit in die weibliche Jugend mit relativ bescheidenen Mitteln eines kleinen Dorfvereins hat sich in beeindruckenden Erfolgen manifestiert! Vielen Dank an alle Menschen, die sich über Jahre persönlich und freiwillig für den Handball in Bruchsal und dem Kraichgau topmotiviert eingesetzt haben und an diesem einmaligen Erfolg mitgearbeitet haben!!!

    Riesen-Glückwünsche natürlich an alle Mädels der SGH/H-Frauen 1, die das ganze abgefahrene Action-Drama von dem Hirngespinst eines BWOL-Aufstiegs gegen zwei lange dominierende und favorisierte Spitzenteams in das echte reale Leben umgesetzt haben! Alle in der letzten Runde auflaufenden Spielerinnen auch aus 2. Mannschaft und A-Jugend haben sich ausnahmslos top eingebracht und immer bis zum Happy End gefightet!!! Ihr alle habt das spitzenmäßig gemacht und ihr habt das alles absolut verdient!!! Unsere junge Trainerin Jasmin hat auch ein extra großes Lob verdient: sie hat es geschafft, mit ihren persönlichen SGH/H-Erfahrungen und Qualitäten die Mannschaft aus einer schwierigen Phase zu Beginn der Saison herauszuführen und sie zu dem heutigen Meisterteam zu formen.

    Bitte macht auch alle so in der BWOL weiter und haltet mit eurem tollen Teamspirit immer fest zusammen, auch wenn ihr als Aufsteiger und „Underdog“ natürlich wieder etwas kleinere Brötchen backen müßt!!!

    Die Frauen 1 mitsamt Offiziellen und Familien bedanken sich für den außerordentlichen Rückhalt bei den Fans, vor allem in den letzten beiden Aufstiegshammer-Finalspielen! Wir freuen uns mit Euch allen auf eine wahnsinnig aufregende und spannende Saison in der BWOL 2017/2018!!!

    SGH/H, keep on rolling and fighting till the end!!!

    SG H/H: Tor: Melanie Herberger; Feld: Bianca Dehm (6/4), Charlotte Durst, Janina Hurst (3), Tamara Dehm (2), Laura Witt (8), Ramona Borne (2), Denise Bremer (3), Katharina Kaiser, Clara Hoffmann (2), Hanna Marquardt (1); MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Claudia Schuranski, Anna Greil

     

  • SG H/H : HG Königshofen/Sachsenflur 31 : 27 (13:14)

    Thriller-Finale in der Frauen-Badenliga! – Teil 1

    Hitchcock ließ grüßen am vorletzten Spieltag der Frauen-Badenliga! Der „Zufalls“-Tabellenführer SG Heidelsheim/Helmsheim traf auf eines der erfahrensten und kämpferischsten Teams der Badenliga mit gefühlt 100 Jahren Zugehörigkeit. Ich bitte die Sportkameradinnen aus Königshofen/Sachsenflur um Verzeihung, aber ich bin sicher, dass fast jeder Club an der Rheinschiene-und das sind ja fast alle in Nordbaden immer wieder gehofft haben, dass der Vertreter aus „Badisch-Sibirien“ endlich mal das Schicksal des Abstieges trifft, damit man nicht mehr so eine „Weltreise“ hinter die Tauber machen muss! Kein Wunder, dass die Gäste-Teams so kaputt und gestresst spielen, während die HG natürlich locker in ihrem Kampfbunker auftrumpfen kann! Wer jetzt gedacht hätte, umgekehrt müsste es den Sportlerinnen aus dem Taubertal ebenso ergehen, hat sich schon öfters vom Gegenteil belehren lassen müssen! Nein, dieser Pendelverkehr nach Westen ist schon so in das Mannschaftsprofil eingewachsen, dass dies sogar eher Vorteile hinsichtlich Stehvermögen und Kampfkraft bietet. Wer ein Dutzend Mal in der Saison stundenlang zu den Auswärtsspielen hin- und vor allem wieder zurückfahren muss, der ist wirklich ein Handball-und Sport-“Verrückter“ in absolut positiver Hinsicht!

    Somit war der Thriller-Höhepunkt eröffnet: als einziges Team aus der Spitze hatte die SGH/H zwar Heimrecht, aber natürlich wussten die SG-Spielerinnen, was alles heute auf dem Spiel steht und dass man unbedingt gewinnen musste. Denn die Chance auf Meisterschaft und Aufstieg führte logischerweise doch zu etwas nervöser und verkrampfter Spielweise. Die SGH/H nahm sich trotz der schwierigen Gemengelage vor, das Spiel von der ersten Sekunde an dynamisch und motiviert zu gestalten und sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Man brauchte zwar drei Anläufe, die die angekratzte Seelenlage etwas offenlegten, aber dann fiel nach rd. 90 Sekunden das erlösende 1:0 durch einen tollen Konter von Janina. Das brachte auch gleich die Fans auf Trab und jetzt konnte die Mission Aufstieg richtig losgehen! Doch nach 20 Sekunden war es an der besten Gästespielerin, gleich mit einer famosen Einzelaktion den Ausgleich herzustellen. Somit war man endgültig gewarnt, dass die HG keine Punkte herschenken wollte, im Gegenteil mußte die SGH/H davon ausgehen, dass die Gäste einen Überraschungs-Coup landen wollten, um der SGH/H die Suppe zu versalzen!

    Beide Teams hielten das Tempo bis zum 3:3 (7.) hoch, wobei hier die erstaunlich stark auftrumpfende HG schon beim 2:3 in Führung gehen konnte und die Heim-Mannschaft schwer in die Zange nahm. Das Spiel hätte in dieser Phase möglicherweise eine andere Wendung genommen, denn die SGH/H ließ sich nicht entmutigen und ging sehr forsch in der Offensive ran: man erspielte 3 tolle Einschußmöglichkeiten durch die starken Rückraumshooterinnen Denise, Ramona und Bianca, aber alle drei trafen leider nur die Innenpfosten, der Ball spritzte wieder heraus und ging auch direkt zum Gegner, der dadurch Konter einleiten konnte. Ein paar cm weniger und man hätte wie erwartet mit einem schnellen 6:2 nach 10 Minuten dem Gast gezeigt, wer hier die Hosen anhat! Aber da das Glück auf Seite der Gäste lag, nutzten sie das positive Moment eiskalt aus und konnten leichte Tore gegen die etwas verdutzte SGH/H landen. Somit konnte die HG durch einen 1:5-Lauf zum ersten Mal einen 4-Tore-Vorsprung beim 4:8 (14.) erzielen! Jasmin mußte die Auszeit nehmen, um ihr Team wieder neu aufzubauen. Die Ansprache funktionierte perfekt: innerhalb von stark 2 Minuten konnte die SGH/H mit bärenstarken Aktionen durch 2 x Bianca und je 1 x Clara und Janina wieder den Gleichstand erzielen, was natürlich bei allen SGH/H-Anhängern für kollektive Erleichterung sorgte!

    Jetzt musste der HG-Trainer die Auszeit nehmen, und das war höchst clever, denn er konnte das Momentum wieder drehen. Es war wie verhext, plötzlich waren die SG-Mädels irgendwie von der Rolle, während die HG munter aus tw. sehr skurrilen Positionen, aber mit sehr abgezockten Würfen mit einem weiteren 0:4-Lauf zum 8:12 (22.) wieder mit 4 Toren in Front ging! Ramona und Bianca konnten sich wieder durchsetzen, aber die HG legte gleichmäßig immer das Folgetor drauf und so stand es knapp 5 Minuten vor der HZ-Pause immer noch 10:14! Man fühlte sich fast versetzt in eine Zeitschleife á la „Und täglich grüßt das Murmeltier!“ Die SGH/H ließ sich aber nicht weiter vorführen, sondern reagierte umso schneller mit zwei super Aktionen: Clara warf sich in Highspeed in die Abwehrlücken und donnerte 2 Tore zum 12:14 rein!

    Dann pure Dramatik 20 Sekunden vor dem HZ-Pfiff: Strafwurf für die Gäste und ihre normal supersichere Schützin stand bereit, um einzunetzen, doch Melanie behielt die Nerven und konnte grandios parieren! Der Ball wurde 5 Sekunden vorm Pfiff zu Ramona gepaßt, die fast mit dem Pausensignal zum13:14 einnetzte!

    Aber beim Wiederanpfiff setzte der Thrill-Faktor leider wieder zugunsten der unverzagt aufspielenden Gäste ein: beim 13:16 gerademal nach 90 Sekunden Spielzeit war die HG wieder dabei, diesen vermaledeiten 4-Tore-Vorsprung rauszuholen und das hätte der permanent im Hintertreffen liegenden Heim-Mannschaft vielleicht den vorentscheidenden K.O. versetzt!

    Dann kam die Wende! Ausgerechnet unsere jüngste und zierlichste Noch-A-Jugendliche Tamara läutete mit Cleverness und Durchsetzungsvermögen den Umschwung ein! Und das nicht nur offensiv mit einem blitzsauberen Hattrick zum 17:16 (36.), was die erste Führung der SGH/H seit der 3. Minute bedeutete!!! Sie war auch defensiv der Erfolgsfaktor, indem sie die gefährlichste Offensivspielerin der HG mit höchsteffizienter kurzer Deckung fast aus dem Spiel nahm!

    Ramona erhöhte eine Minute später auf 18:16 und die Halle war am Toben! Alle hofften, daß die SG-Mädels jetzt ihre Stärken ausspielen würden. Klar war auch, wenn der Vorsprung mal 3 Tore betragen würde, dann wäre die SGH/H endgültig auf der Siegerstraße. Alle hofften und bangten mit, aber die HG war noch längst nicht geschlagen, mit zwei schnellen Toren markierten sie wieder den Gleichstand zum 18:18 (38.). Die nächsten Minuten waren voller Dramatik, aber so langsam, aber sicher eroberten sich die SG-Frauen die Dominanz auf dem Feld zurück: bis zum 25:25 (54.) legte immer die SGH/H vor, die HG konterte aber sofort und zog immer nach. Wichtig in dieser Phase war Melanie im Tor, die nicht nur beim 21:20 (43.) den 2. Gästestrafwurf glänzend parierte und ihrer Vordermannschaft somit etwas mehr Luft verschaffte!

    Dann kam die sog. „Crunch Time“, also die entscheidende Phase, wo jedes Team die letzten Reserven auspacken und den letzten Joker ziehen mußte. Grandios, wie unsere Mädels, die aufgrund beruflicher Verpflichtungen kaum vernünftig trainieren können, mit Willen und Einsatz bis zur Schmerzgrenze kämpften und marschierten!

    Vielleicht mußten die Gäste doch jetzt der langen Anreise Tribut zollen, auf jeden Fall schien die SGH/H jetzt vitaler und fokussierter zu sein, denn immerhin konnte man ja immer ein oder sogar 2 Tore vorlegen, während die Gäste mit Müh und Not und natürlich noch bisweilen gnädiger Mithilfe der weiterhin nicht sehr sattelfesten Heim-Abwehr nur noch dem Ausgleich hinterher rennen konnten.

    Unserem Youngster Tamara gelang von Außen das 26:25 durch einen perfekten Tunnel-Wurf, dann folgte schnell das 27:25 durch Janinas feine Leistung am Kreis, es waren nur noch rd. 4 ½ Minuten zu spielen und jeder in der Halle wusste, jetzt noch das 3. Tor, dann ist alles safe! Aber Hitchcock hatte immer noch kein Erbarmen: wieder kam postwendend der Anschluß von der HG, aber Ramona nahm sich ein Herz und ballerte zum 28:26 ein (noch 3 ½ Minuten!). Die HG litt jetzt doch langsam unter Kräfteverschleiß, aber unsere Abwehr langte jetzt endlich mal echt kräftig zu, so daß für die HG fast 2 Minuten lang Null Durchkommen war. Der Gästetrainer rettete sein Team vorm Zeitspiel, indem er die Grüne Karte legte. Doch diesmal fruchtete die Auszeit nicht, der Angriff verpuffte und dann war es endlich geschafft: Janina wuchtete mit letzter Kraft zum 29:26 ein und damit konnte zum 1. Mal im Spiel der allererste 3-Tore(!)-Vorsprung erzielt werden – und das exakt 97 Sekunden vor Ende! Das wars, die Halle tobte! Die Gäste konnten nochmals verkürzen, dann versuchten sie über offene Manndeckung noch verzweifelt, das Spiel zu drehen. Aber jetzt ganz abgeklärt schossen Laura und zu guter Letzt unsere Matchwinnerin Tamara mit ihrem 7. Tor fast mit der Schlußsirene die SGH/H endgültig zu zwei verdammt hart umkämpften 2 Sieg-Punkten!

    Happy End für die SGH/H, aber auch höchster Respekt für die Gäste, die einfach nicht aufgeben wollten, dieses Match wird in die Annalen der Badenliga-Historie eingehen, jetzt konnte auch Hitchcock verdient Feierabend machen!

    Getoppt wurde die Siegeslaune noch durch die Ergebnisse der Rivalen: der TSV Viernheim mußte mit 5 Toren Rückstand in Schriesheim endgültig die Segel streichen, das Saase-Ergebnis gegen Heddesheim ließ sehr lange auf sich warten, aber dann leuchtete ein 27:27-Unentschieden auf! Also Vorteil SGH/H, allerdings nur, wenn dieser Hitchcock-Typ nicht wieder auf die Idee kommt, nochmals so einen Thriller zu inszenieren. Deshalb sollten alle Fans der SG-Frauen sich am kommenden Samstag nach Neureut begeben, um ihrem Team mit kräftiger und lautstarker Unterstützung zum Sieg zu pushen. Nur ein Sieg in Neureut verhilft zweifelsfrei zu Meisterschaft und Aufstieg: SGH/H, let’s roll!!!

    SG HH: Tor: Melanie Herberger, Celina Böllinger; Feld: Bianca Dehm (6/1), Charlotte Durst (n.e.), Janina Hurst (4), Tamara Dehm (7), Laura Witt (3), Ramona Borne (6), Denise Bremer (1), Clara Hoffmann (4), Hanna Marquardt

  • SG H/H : TSV Germania Malsch 26 : 18 (12:7)

    Wer hätte das gedacht, die beiden bisher führenden Teams schwächeln überraschenderweise, und plötzlich sind die SGH/H-Frauen Spitzenreiter und haben die Riesenchance, nach einer alles anders als normal verlaufenen Saison doch noch das Ticket in die BWOL lösen.

    Gut, geschenkt kriegen die SG-Mädels von den Rivalen Saase und Viernheim natürlich nichts, also Voraussetzung für das Ticket ist erstmals, die letzten 3 Spiele zu gewinnen.

    Zum Auftakt der Final-Spiele gab der Vorletzte TSV Malsch seine Visitenkarte ab. Alles andere als ein Sieg wäre undenkbar, aber auch ein Außenseiter kann mal eine Glücksträhne erwischen und dem haushohen Favoriten ein Bein stellen. Obwohl personell nahezu vollzählig, gabs doch einen kleinen Wermutstropfen, denn keine unserer Linkshänderinnen konnte heute auflaufen und so durften unsere Halblinken auf der etwas ungewohnten Seite auch hier versuchen, einen starken Offensivdruck aufzubauen.

    Die SGH/H startete konzentriert, aber dosiert, und ging nach etwas verhaltenem Beginn nach knapp 3 Minuten mit 3:0 in Front. Doch der Gegner agierte mannschaftlich ausgeglichen und sehr unauffällig, denn auch hier gab es keine dominierende Spielerin, die die Abwehr gezielt in den Fokus nehmen konnte. Obwohl die Angriffe sehr schleppend vorgetragen und auch wenig zwingende Torchancen erarbeitet wurden, klebte der spielerisch klar Unterlegene mit wenigen Toren Rückstand an der SG dran und ließ sich einfach nicht abschütteln. Aber die SGH/H schwächelte heute etwas bei Technik und Torquote, so daß man zwar mehrmals 6 Tore vorlegen konnte, aber durch Unkonzentriertheit ließ man den Gast immer gefährlich nahe rankommen.

    Auch in der 2. HZ hielt der Gast lange mit, auch in Unterzahl verstand das Team, die SGH/H irgendwie in Schach zu halten. Erst als Laura, heute mit 10 teils technisch excellent geschossenen Toren die Beste, einige Male ihren Turbo zündete, konnte die SG ihre eigentlich spielerische Klasse in Dominanz und Vorsprung umsetzen. Über 17:12 (38.) zogen die Bruchsalerinnen innerhalb von acht Minuten auf ein vorentscheidendes 23:15 davon. Danach wechselte die Trainerin verstärkt A-Jugendliche ein, so daß hier wieder aufgrund der noch nicht ganz passenden Abstimmung einige Fehler auftraten. Allerdings konnte Malsch diese Geschenke auch nicht nutzen, so daß fast sechs Minuten totale Torflaute herrschte. Doch A-Juniorin Tamara beendete diese Flaute und markierte energisch das 24:15 (54.). Unsere Ersatz-und „Gast“-Torfrau Melanie hielt den Kasten trotz Trainingsrückstand mit starken Reflexen absolut sauber, mit 4 gehaltenen Strafwürfen war sie wichtiger Garant für den Sieg!

    Nach der Osterpause trifft die SGH/H am Samstag, 22.04.17, 20.00 Uhr, in Bruchsal auf die HG Königshofen/Sachsenflur, die hauptsächlich zuhause auch gegen weit höher stehende Teams gewinnen konnte. Auswärts ist der aktuell Tabellensiebte nicht ganz so kämpferisch, aber natürlich müssen die SG-Mädels hochkonzentriert und topfit sein, um hier den nächsten Sieg im Kampf um Meisterschaft und Aufstieg klarzumachen.

    SG HH: Tor: Melanie Herberger, Celina Böllinger; Feld: Bianca Dehm (7/4), Lea Müller (1), Janina Hurst, Tamara Dehm (1), Joseline Witter, Laura Witt (10), Ramona Borne (5/1), Katharina Kaiser (n.e.), Clara Hoffmann (1), Hanna Marquardt (1)

  • SG H/H : TV Schriesheim 29 : 17 (12:11)

    Gegen den „Angstgegner“ TV Schriesheim, gegen den in den letzten 3 Partien nur 3 etwas unerwartete Niederlagen zu Buch stehen, sollte heute im Heimspiel der 1. Sieg errungen werden, zumal die Gäste auch nur als Tabellenzehnter anreisten und ihre Topspielerin nicht einsetzen konnten. Unsere Torfrau Claudia zog sich unter der Woche leider eine erhebliche Verletzung an der rechten Hand zu und dürfte einige Wochen ausfallen. Gute Besserung auf diesem Wege-wir brauchen Dich! Zum Glück konnte Lea wieder ein „Comeback“ feiern und übernahm den wichtigen Job der Toreverhinderin. Unsere A-Juniorin Celina stand als Torfrau Nr. 2 ebenfalls parat.

    Die SGH/H startete schwungvoll und konnte nach knapp 6 Minuten mit 4:0 schnell und dynamisch in Front gehen. Eigentlich hätte es so weitergehen können, doch der Gast schüttelte die Wirkungstreffer unbeeindruckt ab und zeigte seine speziellen Fähigkeiten: ohne starke Rückraum-Schützinnen und eine halbwegs gute Spielmacherin verstanden es die Schriesheimerinnen, unheimlich kämpferisch und unbequem zu spielen. Besonders beherrschten sie heute auch die 1:1-Aktionen, die meistens mit nicht immer zweifelsfreien Strafwürfen endeten und die dann auch regelmäßig verwandelt wurden. Unseren Damen hattejn sichtlich Mühe mit dieser unorthodoxen Spielweise, dennoch gelang es ihnen immer wieder, die Schwachpunkte dieser atypischen Spielart offen zu legen. Doch auch die Schriesheimer Torfrau steigerte sich im Laufe der 1. HZ und parierte etliche 100 %ige Schüsse der SG-Damen, so daß trotz vieler gelungener Spielaktionen nur maximal 3 Tore vorgelegt werden konnten. Da die Gäste immer unbeeindruckt ihr Ding weiter runterspielten, stand es immer noch sehr knapp und vor allem sehr schmeichelhaft 12:11 zur HZ.

    So schwer sich unsere Damen in der 1 HZ. taten, so leicht kann es in HZ 2 funktionieren, wenn der Knoten platzt. Die ersten 5 Minuten waren zwar genauso zäh wie die 1. HZ., Schriesheim ackerte und konnte bis zum 14:13 (35.) gefährlich nahe dranbleiben. Dann plötzlich die Wende: Schriesheim bekam durch leichtfertige Fehlpässe 2 Konterchancen auf dem Silbertablett serviert, auch im Positionsangriff wurde zweimal die Kreisläuferin freigespielt und hatte freie Bahn. Diese vier 100%ig freien Würfe hätten möglicherweise die Moral unserer Mädels ganz tief in den Keller geschaufelt. Aber im Tor stand ja unsere Lea wie ein unüberwindliches Bollwerk! Sensationell und mit cooler Präzision krallte sie sich die Bälle und nachdem auch noch ein 5. freier Ball und später noch ein Siebenmeter ihre Beute wurde, war die Bühne endlich frei für effektive und nachhaltige Bruchsaler Attacken Richtung Schriesheimer Tor: innerhalb von 10 Minuten konnte die SGH/H mit einem 6:0-Lauf die Partie fest in ihre Hand bringen, danach ging es in ähnlichen Schritten weiter so über 26:16 (55.) bis zum hochverdienten 29:17-Endstand.

    Schriesheim mußte ab der 45. Minute konditionell Tribut zollen, außerdem mußte ihre Antreiberin mit Verdacht auf Bänderriß 10 Minuten vor Ende vom Feld. Trotzdem haben die SGH/H-Damen hier wieder aufgrund der kämpferisch-dynamischen und mannschaftlich homogenen Spielanlage klar über die etwas einfacher strukturierte Spielweise dominiert. Die SGH/H ließ sensationell nur ganze 6 Gegentore in der 2. HZ zu, während 17 eigene Tore erzielt wurden. Deshalb ein ganz großes Kompliment an das ganze Team, wo sich jede Feldspielerin in die Torschützenliste eintragen konnte, und auch an Trainerin Jasmin! Nach 2 Wochen Spielpause treffen die SG-Damen am 9. April auf Kellerkind Malsch, das noch dringend wichtige Punkte gegen den Abstieg benötigt, so daß hier wieder sicher viel Spannung im Spiel liegt!

    SG HH: Tor: Celina Böllinger, Lea Hechinger; Feld: Bianca Dehm (6/2), Janina Hurst (3), Tamara Dehm (2), Laura Witt (4), Ramona Borne (5/1), Denise Bremer (3), Clara Hoffmann (3), Hanna Marquardt (1)

  • TV Brühl : SG H/H 27 : 40 (11:19)

    Zielorientiert, aber mit gemischten Gefühlen fuhr die Mannschaft nach Brühl, wo in den letzten Jahren bei den Spielen in der Badenliga sowie im BHV Pokal die SG nie gewinnen konnte.

    Diese Saison sollte es einfach anders werden. Gut auf den Gegner eingestellt und hoch motiviert gingen die Gäste in die Begegnung, was bis zur 3. Spielminute eine 3:0 Führung bedeutete. Der Gastgeber wirkte in dieser Phase überfordert und konnte im weiteren Spielverlauf nur den Torrückstand halten. In der 20. Spielminute lag die Heimmannschaft erstmals mit 6 Toren beim Spielstand von 8:14 zurück. Das Halbzeitergebnis von 11:19 verdeutlichte die gute Verfassung der Gastmannschaft.

    Mit Beginn der 2. Spielhälfte zeigte der Gastgeber mehr Biss und machte es den Bruchsaler schwer die Abwehr zu überwinden. Somit spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die beiden Dehm-Schwestern Bianca und Tamara sowie Ramona Borne erzielten in der 46. Spielminute erstmals einen 10 Torvorsprung. Bis zum Spielende konnte diese Führung noch weiter ausgebaut werden, wo wiederum Ramona Borne das 40. Tor gelang.

    Nach der Heimniederlage vom direkten Gegner Viernheim hat sich die SGHH auf den 2. Tabellenplatz vorgeschoben.

    Für die SGHH spielten: Claudia Schuranski (Tor), Laura Witt 11, Bianca Dehm 10 (1), Ramona Borne 9, Tamara Dehm 4, Hanna Marquardt 2, Denise Bremer 2, Janina Hurst 1, Miriam Gromer, Anna Greil

  • SG H/H : SG Pforzheim/Eutingen 36 : 24 (16:11)

    Gegen das Tabellen-Schlußlicht PF/Eutingen ging die SGH/H heute als klarer Favorit ins Match. Allerdings konnten die Gäste mit einem knappen, aber hochverdienten Sieg gegen den TV Brühl mit großem Selbstbewusstsein auftreten. Mit nur 10 Spielerinnen – Janina, Miriam, Claudia S. und Tamara mussten passen – war die SGH/H aber gezwungen, mit den Kräften gut hauszuhalten, um die Punkte auch gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner daheim zu behalten.

    Doch von Anfang an dominierten die Hausherrinnen, 5:0 stand es schon nach knapp 6 Minuten und es drohte ein Debakel für die überrumpelten Gäste. Doch nach der ersten Drangphase schlichen sich leichte Konzentrationsfehler bei der SG ein, die dem Gast Auftrieb verschafften. Dankbar wurden die Geschenke angenommen, dadurch konnten die Gäste immer wieder auf 4 bis 5 Toren den Anschluß herbeiführen. Bei der SGH/H wechselten in der 1. HZ Licht und Schatten, nachdem man wieder Vollgas gegeben hatte und bis auf 7 Tore davonzog, nahm man sich immer wieder Pausen und versäumte es auch durch etliche Holztreffer, sich deutlich mehr Luft zu verschaffen. Allerdings musste die SGH/H auch öfters wegen kurzzeitigen Verletzungspausen von Führungsspielerinnen die Mannschaft umbauen, so dass man nicht wie gewohnt durchspielen konnte. Mit einem etwas schmeichelhaften 16:11 gegen kämpferische Gäste endete die 1. HZ etwas ambivalent.

    Die SGH/H startete ungleich dynamischer und fokussierter in die 2. HZ, schnell konnte sie den Vorsprung durch einen unwiderstehlichen 5:1-Lauf auf beruhigende 21:12 (36.) hochschrauben. Die Gäste konnten sich dann erneut stabilisieren und fanden wieder öfters den Weg ins Tor. Doch die SGH/H war jetzt absolute Herrin des Geschehens und legte weiter auf 28:18 (47.) zu. Damit war das Spiel gewonnen, Trainerin Jasmin konnte beruhigt durchwechseln, ohne dass der Spielfluß und die Trefferquote ins Stocken gerieten. Die Durchschlagskraft der Gäste ließ dann deutlich nach, Claudia konnte fast alle Schüsse sehr souverän parieren und zeigte mit ihren überragenden Aktionen bei Kontern oder freien Schüssen vom Kreis und Außen ihr Können. Alle Akteurinnen der SGH/H spielten heute auf hohem Niveau, herausragend in der Offensive war Laura mit 10 Treffern, wovon einige Heber von Außen echte Leckerbissen waren. Auch Clara machte ein Riesenspiel, sie ist jetzt voll eingespielt und in ihr neues Team so gut integriert, dass sie heute ihre beste Partie im Dress der SGH/H spielte und ihre Top-Leistung mit 8 teilweise sehr clever erzielten Toren krönte.

    Am Sonntag steigt wieder das „Traditions-Derby“ gegen das Badenliga-Urgestein TV Brühl, gegen den wir meistens das Nachsehen hatten und erst in der letzten Saison zwei hart umkämpfte Siege einfahren konnten. Allerdings war der schon ausgedünnte Kader durch etliche Verletzungen und Ausfälle in dieser Saison nicht mehr in der Lage, im oberen Tabellendrittel mitzuhalten. Verschärft hat sich jetzt die Situation durch den Ausfall von Torschützenkönigin Kerstin Siebenlist, die sich vor 2 Wochen gegen Heddesheim eine Kreuzbandruptur zugezogen hat. Dadurch musste der favorisierte TV Brühl gegen unseren heutigen Gegner eine absolute Überraschungsniederlage hinnehmen. Doch Zuhause ist der TV Brühl weiterhin eine Macht und wird uns sicher motiviert und kämpferisch Paroli bieten. Nur mit einer kontinuierlich druckvollen Spielweise können dort die Punkte eingefahren werden.

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (7/3), Charlotte Durst, Joseline Witter (1), Laura Witt (10), Ramona Borne (3), Anna Greil (2), Denise Bremer (3), Clara Hoffmann (8), Hanna Marquardt (2)

  • SG Heddesheim : SG H/H 20 : 24 (9:12)

    Die Damen der SGHH bleiben auch bei der SG Heddesheim ungeschlagen und dürfen weiter auf die Vizemeisterschaft in der Badenliga hoffen!

    Nach dem Heimsieg gegen den Tabellennachbar TSV Birkenau stand das Auswärtsspiel in der harzfreien Halle in Heddesheim an, wo die SGHH in den letzten Jahren nie gewinnen konnte. Somit wollte man es diese Saison besser machen. Bereits in den ersten Spielminuten zeigte der Gast Kämpferherz und machte es den Gastgebern schwierig ins Spiel zu finden. Unterstützt durch eine starke Torhüterleistung von Claudia Schuranski lag die Heimmannschaft bis zur 15. Spielminute mit 3:7 Toren zurück. Leichtsinnigkeit im Aufbauspiel ermöglichte es den Heddesheimern bis zur 23.Spielminute auf 7:8 zu verkürzen. Die genommene Auszeit durch Trainerin Jasmin Förster zeigte Erfolg und die Bruchsalerinnen bauten den Vorsprung bis zur Halbzeit wieder auf 3 Tore aus.

    In der 2. Spielhälfte kam der Gastgeber wie verwandelt aus der Kabine und zeigten die gewohnte Härte in der Abwehr und kam durch schnell vorgetragenen Angriffe innerhalb von 4 Minuten zum Ausgleich und prompt bis zur 37.Spielminute zur 14:12 Führung. Dieser Rückstand mobilisierte nochmals Kräfte bei der SGHH. In der 40. Spielminute war wieder der Ausgleich geschafft. Die Rückraumspielerinn fanden immer wieder den Weg zum Tor und konnte Laura Witt auf der Außenposition frei spielen, welche die Würfe sicher im gegnerischen Tor unterbrachte. Auch Bianca Dehm war sicher vom 7m Punkt. Somit wurde die Führung wieder auf 15:19 ausgebaut. Kurz vor Spielende kann jedoch nochmals Spannung auf, als die Gäste nur noch mit 20:22 führten. Die Erlösung dann das Tor von Clara Hoffman, was der SGHH den ersten Auswärtssieg in Heddesheim bescherte.

    Für die SGHH spielten: Claudia Schuranski (Tor), Bianca Dehm 8 (1), Laura Witt 8, Ramona Borne 4, Clara Hoffmann 2, Janina Hurst 1, Hanna Marquardt 1, Joseline Witter, Lea Müller, Anna Greil