Kategorie: 1Damen_Spielbericht

  • TuS Ottenheim : SG H/H 24 : 27 (13:12)

    Knoten geplatzt! Die SGHH erkämpft sich einen hochverdienten Auswärtssieg!

    Auf der Hinfahrt ins südbadische Ottenheim bei Lahr konnte man trefflich über die „Wiederauferstehung“ der Fußball-Nationalmannschaft der Frauen und zumindest bis zur Halbzeit-Pause auch der von Borussia Dortmund philosophieren. Als sozusagen Dritter im Bunde der Wiederauferstandenen wünschte man jetzt den Damen I der SGHH, daß sie hier mit einer respektablen Leistung auch ein tolles Comeback beim Mit-Abstiegskandidaten Ottenheim feiern würden!

    Auch auf ein oder zwei nötige Quäntchen Glück ist man angewiesen, wenn mal der berühmt-berüchtigte Knoten platzen sollte! Mit der Teilnahme von Denise konnte schon mal das erste Quäntchen realisiert werden, denn noch vor 2 Wochen mußte Jasmin nicht nur mit der schon länger avisierten Pause von Ramona klarkommen, sondern auch Denise wäre dienstbedingt ausgefallen. Doch irgendwie konnte Denise den Dienst verschieben und mit auflaufen. Das zweite Quäntchen sollte nach der Verletzung von Claudia unsere Torfrau-Lebensversicherung Melanie sein, die 7 Monate nach ihrem letzten erfolgreichen Einsatz sich uneigennützig wieder zur Verfügung stellte. Ohne Melanie hätte die Mannschaft gleich zuhause bleiben können! Somit konnten Chefin Jasmin und Co Ramona eine weitgehend kampfstarke und auch konkurrenzfähige Mannschaft aufs Feld führen.

    Gleich von der ersten Sekunde an zeigte die junge SGHH, daß sie hier in Ottenheim gegen die nur mit einem Punkt besser stehende Heim-Mannschaft die Riesen-Chance auf einen psychologisch wichtigen Auswärtssieg am Schopfe packen wollte! Die Aktionen liefen dynamisch und die ersten Schüsse waren richtig gut und landeten auch im Tor! Ebenso cool und clever wurden heute alle Strafwürfe von Bianca und Selina verwandelt! So konnte die SGHH die ersten 6 Minuten mit 4:3 für sich entscheiden. Als die beste Torschützin und Spielmacherin des Gegners die erste Zeitstrafe kassierte, war es aber plötzlich mit der „Leichtigkeit des Spielens“ vorbei. Sofort schaltete die Mannschaft in den Hektikmodus um und sorgte für ein Revival der bis dato gut beherrschten Gegnerinnen. So mußte die SGHH in Überzahl 2 unnötige Tore kassieren. Ottenheim nutzte das Oberwasser und trumpfte die nächsten 10 Minuten stark auf. Beim 11:7 (17.) lief die SGHH große Gefahr, wieder uneinholbar in Rückstand zu geraten. Doch es gab ja noch mit Melanie eine Rück-Versicherung in unserem Tor: sie war jetzt „warmgeschossen“ und in Folge konnte sie viele gefährliche Schüsse parieren, darunter auch eine Riesenchance durch einen freien Konter! Ausgehend von einer immer besseren Defensive stemmte sich das ganze Team gegen die Ottenheimer Druckphase. Im Gegensatz zu den letzten drei sehr unglücklichen Niederlagen zeigte die SGHH aber eine gänzlich andere Körpersprache! Denn trotz dieser Rückschläge versuchte man, weiter ruhig und clever zu agieren, was auch super gelang! In dieser Phase konnte vor allem Denise mit ihren tollen Toren ihr Team im Spiel halten!

    Ab der 17. Minute legte die SGHH wieder den Schalter um und konnte durch einen 3:0-Lauf zum 10:11 (23.) durch Selina und Bianca langsam das Blatt wenden. Beim 12:12 wieder durch Bianca ca. 30 Sekunden vor der Halbzeit war man wieder voll auf Augenhöhe und die Siegchance wieder absolut in Reichweite!

    Von Beginn der 2. HZ an arbeitete die SGHH diszipliniert weiter an dieser Siegchance, während man den Ottenheimerinnen mehr und mehr ansah, daß sie sich immer schwerer taten. In der 38. Minute stellte Selina mit tollem Einsatz den 16:16-Ausgleich her, dann übernahm die SGHH die Kontrolle und Führung durch zwei blitzsaubere Tore von Bianca. Diese Führung sollte bis zum Ende verteidigt und ausgebaut werden. Selbst wenn sich mal wieder ein Wackler oder eine nervöse Hektik einstellen wollte, wurde die Mannschaft nicht hippelig, sondern konnte sich wieder stabilisieren. Denn heute konnte vor allem Clara auf halblinks unter Beweis stellen, daß sie heute endgültig in der SGHH und auch in der BWOL angekommen ist. Sie ging immer dahin, wo es sehr weh tat, konnte aber mit ihren unkonventionellen Aktionen und Schüssen 4 eminent wichtige Tore erzielen, die immer wieder für Luft sorgten. Auch Katharina war unermüdlich am Rackern und konnte bei einem Konter in der 2. Welle von fast Linksaußen waagrecht in der Luft liegend den Ball an den Innenpfosten donnern, wovon er dann ins Tor knallte.

    Selbst als die TUS knapp 5 Minuten vor Schluß mit Überzahl auf 22:23 rankommen konnte, blieben die SG-Mädels cool und konnten durch einen souveränen 4:0-Lauf durch Tamara, Laura, Anna und als i-Tüpfelchen Selina mit ihrem 7. Tor die Tor-Marke auf ein phänomenales 22:27 hochschrauben, so daß die TUS trotz ständiger Gegenwehr letztlich die Segel streichen mußte.

    Heute war endlich mal das Glück des Tüchtigen auf Seiten der SGHH und dieser notwendige Faktor wurde mit Willen und Können in eine effiziente und erfolgreiche Spielweise umgesetzt. Für dieses starke Comeback muß dem jungen Team sehr hohes Lob gezollt werden. Dieses positive Lebenszeichen sollte auch im letzten Rundenspiel am 9. Dezember um 18 Uhr gegen den neuen Tabellenzweiten Kappelwindeck/Steinbach zu einem selbstbewußten und kampfkräftigen Auftreten führen, so daß man auch einem haushohen Favoriten vor heimischem Publikum ordentlich Paroli bieten kann.

    SG HH: Tor: Melanie Herberger; Feld: Bianca Dehm (7/3), Joseline Witter, Selina Röh (7/1), Laura Witt (2), Anna Greil (1), Katharina Kaiser (1), Denise Bremer (3), Clara Hoffmann (4), Nora Schmidt (1), Tamara Dehm (1), Hanna Marquardt;

    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Vanessa Kunsmann, Claudia Schuranski.

  • HSG Strohgäu : SG H/H 25 : 20 (12:5)

    Schußquote weiterhin unbefriedigend – trotz harten Kampfes wieder keine Punkte!

    Beim schwäbischen Mitaufsteiger HSG Strohgäu wollte das junge SGHH-Team wieder besser spielen und die herausgespielten Chancen auch besser verwerten.

    Leichter gesagt als getan, zumal die HSG ein Supereinstand in die BWOL hatte und sehr souverän mit 12:6 Punkten als bester Aufsteiger in der oberen Tabellenhälfte residiert.

    Leider mußte die SGHH wieder dienstbedingt auf Denise und auf die erkrankte Anna verzichten. Dennoch zeigte die SGHH in den ersten Minuten sehr guten Einsatz und sehr hohe Effizienz. Nach schön herausgespielten Toren konnte man nahezu eine Viertelstunde auf Augenhöhe agieren. Dann aber schlich sich der Fehlerteufel wieder ein, durch leichtfertig vergebene Chancen und leider 4 verschossenen Strafwürfen mußte man mit 7 Toren als Huckepack in die Pause gehen. Zwischen Tor 4 und 5 herrschte eine totale Torflaute von fast 15 Minuten! Diese Schwäche wird natürlich gnadenlos in der BWOL bestraft! Die HSG war schon sehr stark, kombinierte sicher und schnell auf höchstem Niveau, aber durch Zuordnungsprobleme ließ die Abwehr den Kreisläufern und den 1:1-gehenden Gegnerinnen viel zu viel Luft und im Gegensatz zur SGHH wurde nahezu jeder Schuß sicher versenkt. Nur Claudia konnte mit dem Mut der Verzweiflung noch einige Dinger kassieren, aber stand natürlich aufgrund der löchrigen Deckung auf verlorenem Posten.

    Nachdem die SGHH schon aussichtslos zurücklag, konnte auch die Nervosität und Schußunsicherheit wie in den letzten Spielen wieder runtergefahren werden. Über mehr Kampf und Moral konnte die SGHH immer besser ins Spielgeschehen eingreifen und sobald die Abwehr etwas giftiger zupackte, kam auch der famose HSG-Angriff ins Stocken. Aus der gefestigten Abwehr konnte man auch wieder sicherer offensiv agieren und die Tore fielen wieder im normalen Tempo! Mit 15:13 war man wieder Sieger der 2. HZ, was aber natürlich nur für die Statistik nützt! Somit mußte man wieder aufgrund der eigenen Schwäche in der 1. HZ wieder eine verdiente Niederlage einstecken.

    Die Mädels sind immer noch nicht ganz in der BWOL angekommen, durch leichtsinnig verschenkte Punkte ist man jetzt Tabellen-Vorletzter. Dennoch ist die Runde noch sehr lang und in vielen Partien passieren Überraschungen! Deshalb darf das junge und auch gerne steigerungsfähige Team die Flinte nicht ins Korn werfen, denn es gibt noch viele Chancen auf Punkte. Die Mannschaft hat ja schon mehrmals bewiesen, daß auch nach einer Fehlerserie der Schalter umgelegt und das Leistungsniveau wieder hochgezogen werden kann. Dadurch konnte man klare Rückstände fast noch egalisieren! Deshalb geht es in stark einer Woche in Ottenheim gegen einen Abstiegs-Mitkandidaten ebenfalls wieder von Null los. Mit Einsatz, Kampf und höchster Konzentration kann das junge Team auch hier bestehen und nicht nur als harmloser Punktelieferant auflaufen!

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (5/1), Joseline Witter, Selina Röh (3), Laura Witt (3), Ramona Borne (4), Katharina Kaiser (2), Clara Hoffmann, Nora Schmidt (1), Tamara Dehm (2), Hanna Marquardt;

    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Vanessa Kunsmann, Anna Greil

  • SG H/H : TSV Heiningen 31 : 33 (10:15)

    Unterirdische Trefferquote verhagelt durchaus machbare Punkteteilung!

    Heute stellte sich württembergische Mitaufsteiger TSV Heiningen in der Bruchsaler Sporthalle vor. Die Gäste konnten schon doppelt soviele Punkte wie die SGHH einsacken und stehen sicher vor den Abstiegsplätzen, somit waren die SGHH-Mädels gewarnt, daß heute alles gut laufen sollte, um hier etwas Zählbares zu erreichen.

    Doch gleich von Anfang an sollte es nicht das Spiel der SGHH sein, obwohl man spielerisch gut hätte mithalten können. Nach dem schönen 1:0 durch Tamara geriet man gleich mit 3, 4 Toren in Rückstand. In der 21. Minute war beim 4:11 der Abstand eigentlich schon nicht mehr einholbar. Das war aber nicht der Klasse des Gegners geschuldet, sondern das brockte sich das junge SG-Team mit einer sehr bescheidenen Trefferquote selber ein! Mit wieder leider drei vergebenen Strafwürfen und geschätzt 20 aus eigentlich guten und freien Positionen, aber unplatziert und schwach ge- und weggeworfenen Bällen kann man gegen eine wirklich keine Bäume ausreißende Gästemannschaft natürlich keine Punkte einfahren. Wenn nur die Hälfte reingegangen wäre, dann wäre heute ein Sieg drin gewesen oder zumindest ein Punkt, der auch verdient gewesen wäre. Positiv zu werten ist aber der Umstand, daß die Mannschaft sich nie aufgegeben hat und immer wieder die hinten eingefangenen Tore mit Moral und Kampf ausbügeln wollte.

    Deshalb wurde es kein Desaster, man kämpfte sich wieder auf 5 Tore zur HZ ran.

    Die Moral war auch in der 2. HZ immer da, die Mädels kämpften und ackerten und auch die Trefferquote stieg jetzt plötzlich an! Doch dieser 5-Tore-Rückstand aus der 1. HZ war heute nicht mehr auszugleichen!

    Knapp 3 Minuten vor Ende mußte man beim 25:31 doch wieder einer sehr deutlichen und klaren Niederlage ins Auge sehen! Aber was machen dann die Mädels in den letzten 3 Minuten? Sie machen einen 6:2 Lauf – o.k. der Gegner dezimierte sich leider erst in den letzten 110 Sekunden durch unnötige Fouls bis runter auf nur 3 Feldspielerinnen – und wenn noch 5 Minuten auf der Uhr gewesen wären, wäre durchaus noch der Ausgleich gefallen!

    Wir alle Fans und Betreuer fragen uns natürlich, warum die Mädels nicht schon in den 57 Minuten vorher zumindest auf Augenhöhe gespielt haben, denn sie hatten ja noch das Können und die Kraft, in den letzten drei Minuten 6 Tore bei 2 Gegentreffer super herauszuspielen und die 2. HZ mit 21:18 zu drehen! Wir alle wünschen uns natürlich, daß diese bescheidene Trefferbilanz gleich beim nächsten Spiel ordentlich aufpoliert wird. Wenn das Team dann einigermaßen ohne großen Rückstand die ganze Partie gestalten kann, dann könnte auch zum Ende wieder was Zählbares rauskommen. Ihr alle könnt super Handball spielen und könntet mit Eurer Klasse eigentlich jeden Gegner schlagen. Deshalb bitte das blöde Spiel von heute vergessen, den Reset-Knopf drücken und dann geht’s gleich ab der 1. Sekunde mit Mut und Können (sowie etwas mehr Zielwasser) ins nächste Spiel gegen die HSG Strohgäu am Samstag um 18.00 Uhr in Schwieberdingen. Als krasser Außenseiter habt Ihr zwar keine Chance, Ihr könnt sie aber trotzdem nutzen! SGHH-let‘s roll!

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (7), Joseline Witter, Selina Röh (7), Laura Witt, Ramona Borne (6), Katharina Kaiser (1), Denise Bremer (5), Clara Hoffmann (2), Nora Schmidt, Tamara Dehm (3), Hanna Marquardt;

    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Vanessa Kunsmann, Anna Greil

     

  • SG H/H : TG 88 Pforzheim 23 : 32 (12:17)

    Zuviel Respekt lähmt Spielfreude gegen haushohen Favoriten!

    Gleich nach der etwas unglücklichen Niederlage in Schwaben kam es zum Lokalderby gegen die TG 88 Pforzheim. Der Regionalliga-Absteiger kam zu Saisonbeginn trotz oder wegen etlicher Neueinkäufe etwas schwer in Tritt, die letzten Partien zeigten eine klare Aufwärtstendenz und somit waren die Gäste klarer Favorit gegen den jungen Aufsteiger SGHH. Immerhin konnte Denise wieder eingreifen und nominell war der Kader komplett.

    Doch irgendwie spielte von Anfang an ein wenig zuviel Respekt der SGHH vor dem großen Favoriten mit rein in die Partie, so daß nicht wie in den anderen Spielen zuvor auf Augenhöhe gespielt wurde, sondern gleich nach 5 ½ Minuten ein 3-Tore-Rückstand zu verkraften war. Die TG 88 kombinierte und spielte mit einem sehr hohen Niveau sehr souverän und clever und stellte unsere Abwehr vor viele Probleme. In diesem Spiel war auch deutlich zu merken, daß auf diesem Niveau weit oberhalb der Badenliga-Spitze wirklich jeder Fehler gnadenlos bestraft wird und daß ein junger Aufsteiger einfach noch nicht die spielerische Klasse von etablierten und hochkarätig verstärkten Topteams erreichen kann. Im Feld konnte alleine Selina mit ihrer 3-jähriger BWOL-Spielpraxis eine überragende Form mit einer fantastischen Trefferbilanz von 8 Toren zeigen.

    Wieder eine tolle Partie zeigte unsere Torfrau Claudia mit unzähligen Paraden und drei gehaltenen Strafwürfen und sorgte dafür, daß der Rückstand nicht zu groß wurde. Bei den anderen jungen Spielerinnen waren der Willen und der Ansatz zum Fighten da, aber die psychologische Komponente gegen so einen ausgebufften und hochkarätig besetzten Gegner war ein zu schweres Pfund!

    Die SGHH mußte ewig einem immer größeren Rückstand hinterherlaufen und setzte die Mädels dadurch stark unter Druck. Im Gegensatz zu den bisherigen Spielen konnte an diesem Abend dieser Druck nicht mehr positiv umgemünzt werden. Die Aktionen und auch die Schüsse gegen die auf 3.-Liga-Niveau agierende Pforzheimer Torfrau wurden nicht mehr so fokussiert gestaltet und durch leider sträflich vergebene Schüsse und zwei verschossenen Strafwürfen stieg der Rückstand auf 5 Tore an. Damit mußte man mit dem schlechtesten Ergebnis in der Vorrunde in die Halbzeit gehen.

    In der 2. HZ konnte das junge SG-Team trotz hartnäckiger Gegenwehr eine weitere Rückstands-Vergrößerung nicht stoppen, so daß man mit 9 Toren Rückstand die bisher höchste Niederlage einstecken mußte.

    Dennoch kann der Aufsteiger trotz der Unterlegenheit eigentlich zufrieden mit der Leistung gegen eine Mannschaft sein, die aufgrund der mit vielen Regionalliga-Spielerinnen bestückten Kaders in einer anderen Liga spielt und sich natürlich nach oben Richtung Meisterschaft und Aufstieg orientieren muß. Deshalb dürfte dieser große spielerische und psychologische Unterschied gegen ähnlich in der Tabelle stehende Gegner nicht mehr im Vordergrund stehen!

    Auf einen auf ähnlichem Niveau spielenden Konkurrenten um den Klassenerhalt trifft die SGHH am Mittwoch beim Auswärtsspiel in Geislingen. Hier hat die junge Mannschaft der SGHH die Chance, wieder um den Sieg mitzuspielen, wenn mit Glück und Können alle Rädchen ineinandergreifen.

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (3/2), Joseline Witter, Selina Röh (8), Laura Witt (3), Ramona Borne (2/1), Anna Greil (2), Katharina Kaiser (1), Denise Bremer (1), Clara Hoffmann (1), Nora Schmidt (1), Tamara Dehm (1), Hanna Marquardt;

    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Vanessa Kunsmann, Rüdinger Böllinger

  • TSV Wolfschlugen : SG H/H 28 : 25 (13:13)

    Gut gespielt – aber leider nichts geholt!

    Beim schwäbischen Gegner TSV Wolfsschlugen mußte die SGHH dienstlich auf Denise verzichten, was natürlich eine leichte Schwächung bedeutete.

    Dennoch waren die Mädels gewillt, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. In den ersten Minuten funktionierte das auch, bis zur 14. Minute wurde ein hochverdientes 4:4-Unentschieden erspielt. Dann wurde Clara wegen eines eigentlich nicht so heftigen Fouls mit der Roten Karte bestraft. Selbst der Co-Trainer der Heim-Mannschaft sah diese Rote Karte als unberechtigt an! Das war dann natürlich nach Denise Ausfall der 2. Nackenschlag, den eine Mannschaft selten gut wegstecken kann. Denn jetzt fehlten sozusagen zwei Halbrechte und eine Reserve für Halblinks und das führte somit zu weniger effektiven Angriffen, natürlich wurde auch die Abwehrformation beschädigt.

    Die SGHH kämpfte unverzagt weiter, doch der Gegner konnte natürlich aus dieser Schwächung Kapital schlagen. Die SGHH konnte bis zur Pause die Leistung noch halten, aber natürlich konnte man diese Schwächung nicht über die ganze Spielzeit kompensieren. Der TSV konnte so gleich nach beginn der 2. HZ eine 5-Tore-Führung ausbauen und obwohl die SGHH zweimal bis auf ein Tor wieder rankam, war letztlich die Substanz nicht mehr da, um das Spiel umzubiegen. So mußte man ein Spiel, in dem die Chance auf einen Punkt dagewesen wäre, aufgrund dieser Pechsträhne leider abgeben.

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (8/2), Joseline Witter, Selina Röh (6/3), Laura Witt (5), Ramona Borne, Anna Greil (1), Katharina Kaiser, Clara Hoffmann, Nora Schmidt, Tamara Dehm (4), Hanna Marquardt (1);

    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Vanessa Kunsmann

  • SG H/H : SG Muggensturm/Kuppenheim 25 : 25 (14:12)

    Duell der Badischen Meister und Aufsteiger endet mit gerechtem Unentschieden!

    Der Mitaufsteiger und Südbadenmeister SG Muggensturm/Kuppenheim gab heute seine Visitenkarte ab. Die Südbadenerinnen hatten aus bisher sechs Partien nur ein Sieg holen können, dennoch muß man dem Team eine gute BWOL-Reife attestieren, da drei Partien ganz knapp mit nur 1 oder 2 Toren abgegeben werden mußten! Das sollte ein heißer Tanz werden, denn Last-Minute-Zugang Desiree Kolasinac, die schon in der 1. BuLi in Nellingen und auch schon in Pforzheim in der 3. Liga spielte, hielt bisher mit ihren vielen Toren den Aufsteiger am Leben und könnte auch heute das Zünglein an der Waage sein. Nur mit einer konsequenten Abschirmung der schuß- und treffsicheren Gästespielerin könnten die zwei Punkte in Bruchsal gehalten werden.

    Mit dem Auswärtspunkt aus der Kurpfalz im Rücken begann die SGHH sehr souverän und konnte bis zur 15. Minute durch starke Aktionen von Bianca, Denise und Selina zu einem sehr vielversprechenden 6:2 auftrumpfen. Doch dann ging ein Riß durch dieses erfolgreiche Spiel. Anstatt clever und geduldig die verwertbaren Chancen herauszuspielen, wurde jetzt der viel zu schnelle Abschluß gesucht, so daß man in mehrere erfolgreiche Gäste-Konter reinlief. Außerdem war immer eine leichte Hektik zu erkennen, denn viele Bälle nach vorne wurden einfach planlos gespielt und kamen nur in seltensten Fällen bei der Mitspielerin an. So konnte sich die SG M/K zweimal in Front bringen. Da Claudia wieder einen Sahne-Tag erwischte und eine Reihe von eigentlich 100 % Schüssen killen konnte und der Gegner auch viele Fehlpässe produzierte, konnte sich die SGHH wieder fangen und langsam wieder die Regie übernehmen. Mit einem einigermaßen beruhigenden 14:12 ging man in die Pause.

    Leider konnte die junge SGHH nicht wieder an die Form der ersten Viertelstunde anknüpfen. Im Gegenteil, die Angriffe zerfaserten und in der Abwehr konnten die präzisen Pässe der Gäste-Goalgetterin an die freie Mitspielerin nicht verhindert werden, so daß der zu schnelle 14:14-Ausgleich nur 89 Sekunden nach Anpfiff der 2. HZ auf der Tafel aufleuchtete. Die SGHH konnte noch bis zum 18:17 (43.) vorlegen, dann aber übernahm der Gast das Ruder und konnte zweimal beim 18:21 (50.) und beim 19:22 (53.) auf 3 Tore leicht vorentscheidend davonziehen. Obwohl die Uhr und das Moment gegen die SGHH lief, gaben die SG-Damen niemals auf und versuchten immer wieder, neue und erfolgreiche Aktionen aufzubauen. In dieser Phase waren Selina und Bianca gleichzeitig Motor und Torschütze in einem und konnten mit ihrer Dynamik ihr Team mitreißen und wieder näher an den Ausgleich bringen. Doch immer wieder unterlief eine unglückliche Aktion und der Ball war wieder weg. Allerdings wurde auch der Gast zunehmends hektischer und unsicherer angesichts der ersten möglichen 2 Auswärtspunkte. Durch Zeitstrafen gab es nun beim Gast auch mal größere Lücken und als Ramona zum 23:24 knapp 4 Minuten vor Schluß klasse einnetzte, war der Sieg wieder in Reichweite. Doch der Gast legte wieder 2 Tore vor und die Zeit lief gnadenlos ab. Bianca tankte sich auf halbrechts energisch durch die Abwehr und konnte nur durch ein rüdes Foul gestoppt werden, was zur Roten Karte und Unterzahl exakt 90 Sekunden vor Schluß führte. Die Überzahl der SGHH war der entscheidende Faktor, denn Selina warf sich beim nächsten Angriff energisch in die Lücke und erzielte den Anschluß zum 24:25 knapp eine Minute vor Abpfiff. Dann konnte man gleich wieder den Ball erobern und einen Konter starten, der aber nicht konsequent verwertet wurde. Die Gäste versuchten durch Team-Timeout 25 Sekunden vor Ende sich über die Zeit zu retten. Es standen nur noch 15 Sekunden auf der Uhr, der Gast hatte die zwei Punkte schon im Sack, dann tankte sich die Nr. 24 der Gäste auf Halblinks durch die Abwehr und kam frei zum Schuß! Aber Wahnsinn, Claudia konnte den Ball mit einem tollen Reflex abwehren! Der Ball kullerte aus dem Kreis direkt zu Tamara, die ihn sofort aufnahm. Unterdessen spurtete Bianca gen Gästetor los, Tamara spielte eine feine, präzise 22-Meter-„Bogenlampe“ in Biancas Laufweg am 9-Meter, dort pflückte sie sich den Ball supersicher runter und und knallte das Ding unter ohrenbetäubendem Lärm genau eine Sekunde vor Abpfiff eiskalt in die untere linke Torecke zum hochverdienten Ausgleich! Was für ein famoser „Sister Act“!

    Die Mädels lagen sich minutenlang im Arm, denn niemand hätte mehr auf diesen zwar etwas glücklichen, aber dennoch hochverdienten Punktgewinn gewettet. Das ist die Botschaft des Abends: auch wenn wirklich blöde Fehler gemacht wurden und man sich damit wieder selbst fast geschlagen hätte, die Moral und die Kampfkraft des jungen SG-Frauenteams ist so überragend, daß sogar ein vermeintlich verlorenes Spiel noch einen Punktgewinn einbringt. Wenn also die Fehlerrate tatsächlich um wenige Prozentpunkte sinken würde, dann hätte man in eigentlich jedem Spiel und auch gegen arrivierte Teams immer eine Chance! Als klarer Außenseiter kann die SGHH jetzt absolut druckfrei und entspannt beim aktuellen Tabellensiebten TSV Wolfschlugen am Sonntag um 17.00 Uhr aufspielen und mit der gezeigten Einstellung sicher eine gute Partie gestalten.

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (8/1), Joseline Witter, Selina Röh (6/1), Laura Witt (2), Ramona Borne (3), Anna Greil, Katharina Kaiser, Denise Bremer (4), Clara Hoffmann, Nora Schmidt (1), Tamara Dehm, Hanna Marquardt (1); MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Vanessa Kunsmann, Rüdinger Böllinger

  • HSG St. Leon/Reilingen : SG H/H 24 : 24 (11:13)

    SGHH holt beim ersten Auswärtsspiel einen hochverdienten Auswärtspunkt!

    Das erste Auswärtsspiel führte die SGHH zur HSG St. Leon/Reilingen, die recht gut mit 7:3 Punkten in die Runde startete und sich im oberen Tabellendrittel tummelt. Die HSG ist schon mehrere Jahre in der BWOL eine gut etablierte Mannschaft, die letzte Saison wurde mit einem sehr guten 5. Platz abgeschlossen.

    Somit war die HSG klarer Favorit auf den Heimsieg, dennoch wollte sich die SGHH nicht unter Wert verkaufen. Wieder mit Linkshand Denise legte unser Team nach dem 2:2 (3.) sehr dynamisch los und verursachte beim großen Favoriten leichte Konfusion! Über 2:5 (7.) konnte das junge Aufsteiger-Team die HSG ein ums andere Mal düpieren und führte sensationell mit 7:13 (25.). Die SGHH spielte mit sehr langen Angriffen mit ständig drohendem Passivspiel sehr gute Chancen heraus und konnte auch die superstarke HSG-Torfrau meistens überwinden. Danach mußte durchgewechselt werden und leider wurden die Angriffe zu schnell und unplatziert abgeschlossen, die Bälle wurden perfekt von der Torfrau direkt zur Mitspielerinnen am 6-m-Kreis gepaßt, die dankend diese 100 %igen versenkten. Damit war zwar der schöne Vorsprung fast wieder weg, aber natürlich mußte man mit der heftigen Gegenwehr des Favoriten rechnen, der logischerweise sich kräftig einer Niederlage entgegenstemmte und keinesfalls eine Heimniederlage kassieren wollte.

    Nach der HZ-Pause mußte man mit weiterem Druck rechnen, doch wider Erwarten konnte die SGHH wieder das Moment auf ihre Seite ziehen. Das ganze Team, in dem Bianca mit einer bärenstarken Leistung vorneweg marschierte, zeigte 55 Minuten tolle Aktionen und konnte den großen Favoriten beinahe ganz in Schach halten. Bis 90 Sekunden vor Ende konnte der Außenseiter den Vorsprung halten. Leider mußte man dann durch zwei nahezu hintereinander ausgesprochene Hinausstellungen diese entscheidenden 90 Sekunden in Unterzahl spielen. Dennoch schaffte es die HSG trotz nahezu dreiminütiger Überzahl nur noch mit einem provozierten 7-Meter zum Ausgleich zu kommen. Claudia demonstrierte wieder ihr tolles Können und parierte den Ball sensationell, doch der Abpraller kam wieder zur HSG-Schützin und der Nachschuß war dann leicht zu versenken. Die SGHH konnte noch einen Angriff starten, doch in Unterzahl und nach 59 Minuten harten Kampfes fehlte die Durchschlagskraft. Doch dieses Unentschieden ist ein Riesenerfolg für den Außenseiter und macht Mut für weitere selbstbewußte Auftritte. Wenn das Team so akribisch weiterarbeitet und noch ein Fitzelchen mehr Abgezocktheit bei den Abschlüssen hinbekommt, dann können weitere wichtige Pünktchen eingeheimst werden.

    Am Sonntag geht’s gegen den Südbadischen Meister und Mitaufsteiger SG Muggensturm/Kuppenheim, der in sechs Spielen erst 2 Punkte einfahren konnte. Auch der Gast kämpft gegen den Abstieg und wird sicher auf Fehler der SGHH lauern, um hier etwas Zählbares abzugreifen. Somit ist sicher eine spannende Partie zu erwarten und nur bei höchster Konzentration und Motivation können die Punkte zuhause einbehalten werden.

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (11/5), Joseline Witter, Tamara Dehm (2), Selina Röh (2), Laura Witt (4), Ramona Borne (2), Anna Greil, Katharina Kaiser, Nora Schmidt, Denise Bremer (1), Clara Hoffmann (1), Hanna Marquardt (1); MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Melanie Herberger, Vanessa Kunsmann

  • SG H/H : HSG Mannheim 21 : 22 (10:14)

    Junges Aufsteiger-Team bringt Meisterschaftsfavorit an den Rand der Niederlage!

    Nach dem ersten und ohne große Gegenwehr errungenen Sieg als Aufsteiger in der BWOL stellte sich mit der HSG Mannheim ein gänzlich anderes Kaliber vor. Mit zwei sehr deutlich gewonnenen Auftakt-Spielen hat die HSG bewiesen, daß sie als Meisterschaftsanwärter gelten muß. Mit dem seit vielen Jahren eingespielten Team und mit sehr starken Neuzugängen stellte die HSG ein sehr harter Prüfstein für den jungen Aufsteiger dar.

    Oberstes Motto lautete deshalb: Du hast keine Chance, also nütze sie! Da man auch noch auf Denise als einzige Linkshänderin aus Krankheitsgründen verzichten mußte, wurde es gegen die bestbesetzte HSG natürlich nicht gerade leichter.

    Die SGHH eröffnete das Spiel sehr konzentriert und motiviert, aus einer aggressiveren 5:1-Defensive versuchte man, die HSG frühzeitig zu attackieren und durch schnelle Ballgewinne zu erfolgreichen Abschlüssen zu kommen. Doch die HSG entfaltete schnell ihr großes Potential und ging mit 0:3 (6.) sehr druckvoll in Führung. Die SGHH wirkte schon etwas konsterniert, nahm aber die Herausforderung an und begann ihrerseits, die ersten vielversprechenden Angriffe aufzuziehen. Selinas erstes Tor zum 1:3 (7.) war dann auch sehr verdient und läutete eine starke Spielphase der SGHH ein. Mannheim konnte immer wieder vorlegen, schaffte es aber nie, mehr als 4 Tore Vorsprung herauszuarbeiten. Wie hoch das spielerische Niveau in der BWOL ist, zeigte auch die superstarke Vorstellung der Mannheimer Torfrau, die nahezu alle Schüsse vor allem von den Außenpositionen glänzend parierte. Obwohl die SGHH spielerisch nahezu auf Augenhöhe mit dem großen Favoriten mithalten konnte, bei der Schußausbeute ist sicher noch einige Feinarbeit notwendig! Da auch Claudia meisterhaft ihr Tor sauber hielt – mindestens fünf freie Schüsse und zwei Strafwürfe wurden ihre Beute (!) – mußte die SGHH nur mit 4 Toren Rückstand in die HZ-Pause.

    Die Pausenansage muß wohl sehr motivierend gewesen sein, denn die SGHH konnte sofort die Spielkontrolle übernehmen und holte Tor für Tor auf. Beim 13:14 (35.) war der Anschluß durch wieder unsere beste Spielerin Bianca geschafft! Dann riß die HSG wieder den Moment an sich, denn als langjähriges, etabliertes BWOL-Team gleich gegen einen so jungen Aufsteiger zu verlieren, stand natürlich auch nicht auf der HSG-Agenda. Beim 18:21 rund 7 Minuten vor Ende hatte die HSG alle Trümpfe in ihrer Hand. Doch die SGHH-Mädels legten nochmals eine Schippe drauf und durch superschöne Tore von Bianca, Laura und einem Sprungwurf-Hammer ins Eckchen von Ramona war man 90 Sekunden mit dem Anschluß zum 21:22 nahe an einem Punktgewinn. Bei unserem letzten Angriff konnte Selina noch einen Strafwurf herausholen. Doch die HSG agierte clever und provozierte nur 3 Sekunden vor Schluß durch ihren Trainer eine 2-Minuten-Strafe. Durch die Verzögerungen stand die Uhr 3 Sekunden vor Schluß. Bianca übernahm in der Ausnahmesituation die Verantwortung, die Schiris pfiffen an und Bianca versenkte absolut sicher den Ball im Netz!!! Das wäre der absolut hochverdiente Lohn für die tolle Aufholjagd der SGHH gewesen, doch der Ball landete erst nach der Schlußhupe im Netz. Nach hektischer und etwas längerer Diskussion und wieder mit Störmanövern der Mannheimer Bank ließen die Schiris wiederholen. Daß dieser Moment absolut superheftig war für Bianca, ist natürlich sonnenklar, sie versuchte in diesem Hexenkessel doch noch ein Happy-End für ihr Team klarzumachen, doch der Ball ging nur an den rechten Pfosten und sprang raus. Das war natürlich Riesenpech, aber ein Team gewinnt oder verliert immer zusammen, das ist die sportliche Erkenntnis. Deshalb muß man Bianca ein Riesenrespekt zollen, daß sie in dieser Ausnahmesituation die Verantwortung übernahm. Jeder Sportler muß diese kritischen Momente aushalten und daran wachsen, um dadurch zu einem großen Sportler zu werden! Und letztlich lag es nicht an diesem einzelnen Schuß, sondern an den vielen anderen klaren Schüssen im Laufe des ganzen Spiels, die nicht getroffen haben und deshalb schuld sind an diesem dramatischen Ausgang!

    Ungeachtet der Niederlage ist diese fantastische Leistungssteigerung aber ein Wert an sich, denn so beweist der Aufsteiger schon nach drei Spielen eine enorm schnell erworbene Reife, mit der man dann selbstbewußt in die weitere Runde gehen kann. Noch ein Schuß Glück dazu, dann stehen weitere Siege bevor! Wir spielen am 18. Februar 2018 in Mannheim und können dann einfach den Spieß rumdrehen und in Mannheim den verlorenen Punkt oder sogar alle beide wieder einkassieren! Davor können wir aber schon am Samstag in Reilingen unsere Visitenkarte abgeben und uns so teuer wie möglich verkaufen!

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (8/5), Joseline Witter, Tamara Dehm, Selina Röh (3), Laura Witt (3), Ramona Borne (3), Anna Greil, Katharina Kaiser, Nora Schmidt (1), Clara Hoffmann (2), Hanna Marquardt (1); MV: Jasmin Förster, Rüdinger Böllinger

  • SG H/H : TV Brombach 32 : 22 (16:10)

    Hartes Stück Arbeit zum 1. Saisonsieg!

    Gegen den Regionalliga-Absteiger TV Brombach, der nach einem totalen Umbruch mit einem personell sehr kleinen Kader und nach 3 Spielen ohne Sieg mit dem Rücken zur Wand steht, sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn die SG-Mädels nicht den 1. Sieg in der BWOL packen sollten!

    Tatsächlich konnten die Gäste nur 8 Spielerinnen aufbieten, während nach Claras Rückkehr die SGHH aus dem Vollen schöpfen konnte.

    Die SGHH begann konzentriert und schwungvoll, über 1:0 nach stark einer Minute Spielzeit von der bestens aufgelegten und heutigen Top-Schützin Bianca ging es über 4:2 (6.) durch eine spielfreudige Selina zum 6:2 (8.) durch Laura, die nach ihrer OP erstaunlich schnell wieder die Topform der letzten BL-Runde erreichte, scheinbar unaufhaltsam auf einen Kantersieg zu! Die SGHH agierte druckvoll und nur in der 6:0-Abwehr hätte man sich etwas mehr Aggressivität gewünscht, denn die beiden besten Brombacherinnen konnten meistens ungestört aus dem Rückraum abziehen. Da Claudia ebenfalls wieder Top-Niveau erreichte und einige gefährliche Schüsse mit Klasse-Reflexen und gutem Stellungsspiel entschärfte, war das eigentlich kein Problem. Nach Ramonas Einwechslung konnte noch ein Zahn zugelegt werden, denn Ramonas blinde und unkonventionelle Pässe fanden dankbare Abnehmer. Im Gegensatz zum Auftaktspiel war auch die Trefferquote sehr positiv. Mit einem hochverdienten 16:10 ging es gegen einen trotz schwach besetzter Bank nie aufgebenden Gegner in die Pause.

    In HZ 2 setzte die SGHH die ersten positiven Akzente mit dem 18:11 (32.) durch eine starke Aktion von Anna. Warum sich dann ein Bruch in das dominante Spiel der SGHH reinmogelte, ist absolut unerklärbar. Wie weggeblasen das Selbstvertrauen und die Spielfreude! Während das starke Heimteam wie in einen Tunnel abtauchte und kaum noch was Spielerisches zustande brachte, witterte der Gast Morgenluft und wurde immer stärker. Mit der noch verbliebenen Regionalliga-Routine verstand Brombach es sofort, das Moment auf seine Seite zu ziehen und holte Treffer um Treffer auf. Das wiederum veranlaßte unser Team, alles noch vorsichtiger und behäbiger zu gestalten – prompt ging der Schuß nach hinten los, die Laufwege stimmten nicht mehr, die Pässe und Torschüsse verfehlten öfters ihr Ziel! Nach einem 0:5 bis zum Stande von 18:16 (42.) vergingen zähe 10 Minuten der Verunsicherung und der Torflaute! Doch durch eine Superleistung von Ramona zum 19:16 (43.) platzte endlich der Knoten: die Lethargie wich wieder dem Kampf und dem Willen, hier und heute den 1. Sieg in der BWOL einzufahren! Jetzt hatte die SGHH auch das nötige Quäntchen Glück, was gegen Bönnigheim noch gefehlt hatte, und so steuerte die SGHH wieder selbstbewußt und befreit aufspielend auf die Siegerstraße! In der 57. Minute konnte Tamara den jetzt konditionell angeknockten Gästen den Ball stibitzen und baute nach einem tollen Konterlauf zum 31:21 die Führung auf 10 Tore aus!

    Insgesamt ging der Sieg in Ordnung, auch wenn natürlich die SGHH als Aufsteiger noch eine gewaltige Lernkurve vor sich hat. Aber das junge Team ist topmotiviert und wird von Spiel zu Spiel weiter an Qualität und Sicherheit zulegen. Jetzt gleich am Dienstag um 15.30 Uhr steigt gegen einen der Meisterfavoriten der BWOL, der HSG Mannheim, ein sicher brutal schweres Spiel, was man aber als Erfahrungsgewinn angehen muß! Die SGHH hat nach der Papierform keine Chance, aber die wird sie mit allen Kräften nutzen! Deshalb können alle echten, alle alten und auch alle neuen Fans das Regenwetter am Feiertag nutzen, um sich in der warmen und trockenen Sporthalle bei einem sicher hochdramatischen und energiegeladenen Match mit zu fiebern!

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (12/3), Joseline Witter (1), Tamara Dehm (2/1), Selina Röh (2), Laura Witt (7), Ramona Borne (2), Anna Greil (1), Denise Bremer (3), Katharina Kaiser (2), Nora Schmidt, Clara Hoffmann, Hanna Marquardt; MV: Jasmin Förster, Vanessa Kunsmann, Rüdinger Böllinger