Kategorie: 1Damen_Spielbericht

  • SG H/H : TSV Wolfschlugen 24 : 24 (12:11)

    Nach zähem Spiel dem Tabellendritten ein absolut verdientes Unentschieden abgetrotzt!

    Bis auf Clara, dafür mit dem Neuzugang Vanessa Schneider vom Drittligisten TSV Kandel, konnte die SGHH kadermäßig fast in Bestbesetzung wieder aus dem Vollen schöpfen, während die Gäste doch einige Verletzte zu beklagen hatten. Allerdings ist auch ein leicht dezimierter Tabellendritter nicht einfach aus der Halle zu fegen, zumal wenn ein noch lernfähiger Aufsteiger sich an diese Aufgabe macht.

    Von Anfang an war das Spiel sehr zäh, von vielen technischen und taktischen Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Somit pendelte das Spiel immer um den Gleichstand. Anfänglich war die SGHH dynamisch mit 3 Toren in Front, doch wieder durch Abschlußschwäche und etwas zu passiver Abwehrarbeit konnte man die Führung nicht lange verteidigen. Der Gast hatte noch einige Juwelen aus dem Nachwuchsbereich im Spiel, die sich immer wieder erfolgreich durchsetzen konnten. Allein Claudia im Tor war vor allem in der 1. HZ top drauf und wehrte mindestens 5 freie Schüsse und einen Strafwurf mit fantastischen Paraden ab und half ihrer Vordermannschaft zum 12:11-Vorsprung in die Kabine.

    Bis zur 40. Minute lag die SGHH immer in Front, der TSV konnte meistens aber relativ abgezockt immer wieder ausgleichen. Der kleine, aber doch sichtbare spielerische Vorteil zwischen Aufsteiger und etablierter Top-Mannschaft sorgte dann für einen 3-Tore-Rückstand der SGHH beim 17:20 (47.). Doch die Moral der SGHH wankte nur kurzzeitig, die wieder in Topform agierende Bianca netzte zweimal zum 19:20 (49.) ein und somit war der Anschluß wieder hergestellt. Der TSV hatte noch einige Möglichkeiten, scheiterte aber auch mit Abschußschwäche in aussichtsreicher Position. So konnte er nur nochmals auf 21:23 (54.) vorlegen, aber Ramona donnerte einen Strafwurf und einen Sprungwurf perfekt ins Wolfschlugener Gehäuse zum 23:23 knapp 4 Minuten vor Schluß. Der TSV legte nochmals vor, ehe Tamara von Linksaußen spitzenmäßig einnetzen konnte zum verdienten 24:24-Ausgleich. Als der TSV im Gegenzug den Ball verdaddelte, hätte die SGHH sogar noch das Siegtor machen können, aber es fehlte an der entscheidenden Durchschlagskraft. Das wäre des Guten fast zuviel gewesen, denn dieses Unentschieden war für beide Teams absolut gerecht. Der SGHH hilft der Punkt sicher mehr gegen den Abstieg als dem TSV zum Aufstieg.

    Das mitentscheidende Match zum Klassenerhalt steht in 14 Tagen gegen die FSG Donzdorf/Geislingen an. Wenn unser junges Aufsteiger-Team hier die Oberhand behält, ist der Weg frei für ein tolles weiteres Jahr in der BWOL! Die Mädels laden alle Fans und Unterstützer ein, sie am Sonntag, 25.03.18, um 15.30 Uhr in der Bruchsaler Sporthalle laut und kräftig anzufeuern, damit die SGHH gemeinsam den wichtigsten Heimsieg der Saison einfahren kann!

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (8/1), Joseline Witter, Selina Röh (4), Laura Witt (1), Ramona Borne (4/1), Vanessa Schneider (1), Denise Bremer (2), Anna Greil, Nora Schmidt (2), Tamara Dehm (2), Vanessa Kunsmann, Hanna Marquardt

    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Rüdiger Böllinger, Katharina Kaiser

  • SG H/H : SG St. Leon/Reilingen 27 : 22 (13:13)

    Siegesserie geht weiter – Fünfter Sieg in Folge – Nach zähem Beginn souveräner Heimsieg!

    So langsam muß man sich die Augen reiben: die 1. Damen der SGHH fahren den 5. Sieg in Folge ein und das mit einem beeindruckenden Ergebnis! Der Gegner HSG St. Leon/Reilingen ist ja keine Nobody-Truppe, sondern ist im sicheren Mittelfeld mit 19 Punkten (noch) gut situiert und auch ein seit Jahren etabliertes, spielstarkes BWOL-Stamm-Team.

    Das Erfolgsgeheimnis ist simpel: das junge Aufsteiger-Team ist absolut in der neuen Liga angekommen. Durch schmerzliche Erfahrungen in der Vorrunde, wo das Team auch meistens nur sehr knapp den Kürzeren zog, wurde unter dem intensiven Coaching von Jasmin und Ramona diese Erfahrungen aufgearbeitet und in neue positive Kräfte umgelenkt. Die Mädels können ja alle super Handball spielen, die meisten haben es ja in der A-Jgd.-BWOL mit dem Highlight Baden-Württembergischer Meister 2013 und dem Viertelfinale gegen den Nachwuchs von Bundesliga-Spitzentruppe TuS Buxtehude – was mit nur 1 Tor Rückstand superknapp verloren wurde – nachhaltig und bestechend bewiesen. Irgendwann mußte ja der Knoten platzen, aber diese Hammerserie mit 5 Siegen in Folge dieser in so kurzer Zeit harmonisch zusammengewachsenen Mannschaft ist eine Leistung, die absolut ihresgleichen sucht! Und das junge SGHH-Damen-Team kann absolut stolz auf diese einzigartige Leistung sein!

    Heute mußte man sich zwar etwas in Geduld üben, denn die HSG war nicht gewillt, so wie in der Vorrunde der SGHH einfach fast kampflos die Punkte zu überlassen. Die HSG zeigte sich heute über weite Strecken sehr kampfkräftig und schußsicher, so daß sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickelte. Doch auch in der harten und zähen 1. HZ konnte ein kundiger Fan der BWOL-Damen schon erkennen, daß die bisweilen auch noch in der Rückrunde auftretende Fehlermentalität und schwache Schußausbeute deutlich abgebaut werden konnte. Somit konnte man auch gegen eine recht engagiert aufspielende HSG ein 13:13 zur HZ-Pause abringen. Torfrau Claudia sah sich oft sehr platzierten Würfen genau ins Eck gegenüber, wo nichts zu machen war, aber wie auch in den letzten Spielen konnte sie gleich in der Anfangsphase einen Strafwurf glänzend abwehren! Da die SGHH aber zweimal mit 2 Toren in Front lag und bis auf 3 Spielstände ständig in Führung lag, war also das Erfolgsmoment schon eindeutig auf Seite der SGHH!

    Dieses spielentscheidende Moment rückte in der 2. HZ immer stärker in den Vordergrund, die SGHH legte ständig 1 oder mal 2 Tore vor, während die HSG zwar immer wieder rankommen und ab und zu ausgleichen, aber nie mehr selbst dem Spiel ihren Stempel aufdrücken konnte. In der 48. Minute dann erkämpfte sich die SGHH mit dem 21:18 den ersten 3-Tore-Vorsprung, den der etwas zu statisch agierende Gast nicht mehr kompensieren konnte. Nach einer erneuten Zeitstrafe für die HSG war der Weg auf den vorentscheidenden 5-Tore-Vorsprung zum 24:19 knapp 8 Minuten vor Spielende frei. Beim folgenden Konter konnte Claudia eine Großchance der HSG mit einer reaktionsschnellen Parade zunichtemachen. Da die Abwehr wie die letzten Spiele gegen Ende wieder stabiler und bissiger wurde, verpufften die ohnehin nicht sehr dynamischen HSG-Offensivaktionen vollends. Durch eine Zeitstrafe für die SGHH hätte es nochmals etwas enger werden können, aber die HSG verzichtete auf eine offensivere Deckung, so daß keine Bedrängnis mehr aufkam. Den Schlußpunkt setzte die wieder in Topform aufspielende Bianca mit ihrem fünften souverän verwandelten Strafwurf.

    Fast wäre der tolle Sieg zum „Pyrrhus-Sieg“ verkommen, denn die bisher speziell auch von uns mit sehr viel Fairplay behandelte Allensbacher Mannschaft agierte nicht so ganz entsprechend: sie ließ unter dem pauschalen Absagegrund „Grippekranke, Verletzte, etc…“ ihr Auswärtsspiel in Geislingen platzen und sorgte so für eine nicht unerhebliche Wettbewerbsverzerrung! Dieser auf dem Platz erkämpfte, echte Sieg war jetzt eine perfekte und sehr selbstbewußte Antwort! Die SGHH konnte sich somit vor beide Kontrahenten auf den 9. Tabellenplatz schieben! Jetzt gilt es beim angeschlagenen, aber deshalb umso gefährlicheren Tabellenvorletzten SG Muggensturm/Kuppenheim nachzulegen, um noch weiter weg vom Tabellenkeller zu kommen! Ein Sieg gegen „MuKu“ wäre natürlich ein super Schritt zum absolut sicheren Tabellenplatz! Deshalb freuen sich unsere 1. Damen über eine große Zahl von Fans, die ihre Mädels am 04.03.18, 17.00 Uhr, in der Sporthalle Kuppenheim lautstark unterstützen und zum Sieg anfeuern.

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (9/5), Joseline Witter (1), Selina Röh (2), Laura Witt (5), Ramona Borne (4), Denise Bremer (2), Anna Greil, Clara Hoffmann (2), Nora Schmidt, Tamara Dehm (2), Vanessa Kunsmann, Hanna Marquardt

    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Rüdiger Böllinger

  • HSG Mannheim : SG H/H 24 : 25 (14:13)

    Siegesserie geht weiter – Vierter Sieg hintereinander in der Rückrunde – Gelungene Wiedergutmachung für unglückliche Hinspielniederlage

    Nach der 2-wöchigen Faschingspause ging es heute zum Tabellensiebten HSG Mannheim, mit dem man noch eine „Rechnung“ aus dem Hinrundenspiel offen hatte.

    Im Gegensatz zum dezimierten Gastgeber konnte die SGHH fast wieder aus dem Vollen schöpfen, bis auf Nora waren alle Mädels mit an Bord.

    Die in der BWOL etablierte HSG Mannheim wollte nach 3-wöchiger Pause gegen einen Aufsteiger unbedingt die Punkte daheim behalten und startete sehr engagiert in die Partie. Mit sehr offensiver 3:3-Deckung wollte man gleich den Schneid der Gäste ersticken. Trotz spürbarer Überraschung konnte die SGHH durch die v.a. auf den Außenpositionen fehlende Deckung zu einfachen Toren kommen. Aber die eigene Abwehr stand so schlecht wie die der HSG, so daß es beim Tag der offenen Abwehr nach nicht einmal fünf Minuten schon 4:5 stand. Wenn die SGHH etwas mehr Coolness an den Tag gelegt hätte, hätte man aus der Offensivabwehr mehr Kapital schlagen müssen. Sei es drum, der Trainer der HSG stellte sofort auf eine Mischung von 4:2 und 5:1 um, allerdings konnte die HSG-Abwehr immer noch nicht den Zugriff verbessern, so daß die SGHH immer wieder eine Lücke fand und beim 8:10 (18.) eigentlich auf einem guten Wege war. Als die HSG zwei Strafwürfe hintereinander nicht an der überragenden Claudia vorbei ins Tor bugsieren konnte, wäre eigentlich der Weg für eine Spielstandsverbesserung frei gewesen, doch die SGHH-Mädels fielen leider wieder in unschöne Vorrunden-Verhaltensweisen zurück. Anstatt den Ball schnell und sicher laufen zu lassen, wurde vorne zu viel und technisch schwach die Bälle reihenweise an die HSG-Abwehr verloren, die Gegenangriffe wurden dann auch leider erfolgreich verwandelt und so handelte man sich vier Minuten vor HZ einen satten 3-Tore Rückstand ein! Doch die SGHH konnte durch zwei Strafwürfe, die von Bianca sicher vollstreckt wurden, noch den wichtigen Anschluß zur HZ-Pause wieder herstellen!

    Die 2. Hälfte startete mit einer etwas technisch wieder verbesserten SGHH-Offensive, man konnte die jeweiligen Treffer der Gastgeber immer wieder ausgleichen, so daß beim 17:16 (38.) noch alles ganz gut für die SGHH aussah. Doch dann legte die HSG nochmals einen Zahn zu und konnte beim 21:17 (43.) eine vermeintliche Vorentscheidung herbeiführen. Doch nur 9 Sekunden später faßte sich Ramona ein Herz und konnte im schnellen Gegenzug das wichtige Anschlußtor machen, danach setzte Laura mit einem Kontertor nach und somit war die größte Gefahr gebannt. Als dann die erste und einzige Zeitstrafe für die wichtige Mannheimer Abwehrspezialistin verhängt wurde, kam die SGHH phänomenal zurück: mit einem unaufhaltsamen 5:1-Lauf wurde die Partie von der jetzt souverän auftrumpfenden SGHH zum 22:23 (52.) komplett gedreht! Dann wieder eine heikle Situation durch einen Strafwurf der HSG, aber die wegen drei Fehlschüssen schon vierte Ausführende schoß ihrem dritten Strafwurf meterweit daneben und eröffnete fünf Minuten vor Ende die unverhoffte Chance, noch ein Törchen als Polster draufzulegen. Wieder übernahm die alles überragende Bianca die Verantwortung und donnerte mit Hilfe von Josis toller Sperre der Vorgezogenen den Ball zum 22:24 nur 40 Sekunden später unhaltbar in die Maschen! Die ganz große Chance auf den heute nicht mehr erwartbaren Auswärtssieg war zum Greifen nahe! Doch wieder führte eine Nachlässigkeit postwendend zum 23:24-Anschluß der HSG. Man war schon drauf eingestellt, daß der unkonventionelle HSG-Trainer auf offene Manndeckung umstellte, aber nichts geschah, es war auch überhaupt kein richtiges Aufbäumen der HSG zu erkennen! Das spielte der SGHH voll in die Karten, denn auch sie verkrampfte kurz vor einem möglichen Sieg und die Offensiv-Aktionen waren alles andere als zwingend. Doch die HSG schaffte es nicht, die leicht zittrige SGHH aus dem Konzept zu bringen. Bianca konnte dann mit einem von Laura herausgeholten, knallhart verwandelten Strafwurf zum 23:25 knapp vier Minuten vor Schluß den entscheidenden Deckel auf den Sieg machen! Da die die Defensive der SGHH im Gegensatz zur Offensive zunehmende Kampfkraft und Biss zeigte, so daß die HSG-Angriffsbemühungen allesamt abprallten, plätscherte das Spiel recht emotionslos weiter, nur noch unterbrochen von zwei folgenlosen Auszeiten. Der dann überraschende Anschluß der HSG zum 24:25 viel zu lange 40 Sekunden vor Ende hatte dann aber auch keine negativen Konsequenzen. Die SGHH schaukelte irgendwie die Sekunden runter und dann konnte ein zwar etwas glücklicher, aber dennoch hochverdienter Auswärtssieg gefeiert werden!

    Dies war wieder ein toller Teamauftritt, wobei unsere Matchwinnerin Bianca die Highlights markieren konnte. Heute verwandelte sie perfekte 6 von 6 Strafwürfen, während die HSG heute mit vier Werferinnen nur 4 von 7 Strafwürfen im Tor unterbrachte. Da Claudia trotz einer leichten Verletzung nach einem Zusammenstoß in der 1. HZ Super-Paraden zeigte, war heute die Abwehr das Prunkstück und der Schlüssel zum Erfolg! Insgeheim war das natürlich auch eine „gnädige Fügung“ durch den „Handball-Gott“, der nach dem sehr unglücklich verpaßten Punktgewinn in der Vorrunde mal wieder ins Trikot der SGHH schlüpfte. Wenn diese Rückrunde mit Moral und Kampfkraft sowie dem notwendigen „Glück des Tüchtigen“ so weitergeht, dann sollte dem Klassenerhalt eigentlich nichts mehr im Wege stehen! Doch noch ist nichts in trockenen Tüchern, die Runde wird noch verdammt lang und hart werden!

    Am Sonntag, 25.02.18, 17.30 Uhr, steht in Bruchsal die nächste Schlacht um den Klassenerhalt gegen die HSG St. Leon/Reilingen an. Mit tatkräftiger Fan-Unterstützung könnte die SGHH wieder einen weiteren Schritt Richtung Nichtabstieg machen!

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (11/6), Joseline Witter, Selina Röh (2), Laura Witt (4), Ramona Borne (1), Denise Bremer (2), Anna Greil, Clara Hoffmann, Tamara Dehm (4), Hanna Marquardt (1), Vanessa Kunsmann;

    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Isabell Hurst

  • TSV Bönnigheim : SG H/H 29 : 32 (16:17)

    Keine Chance“ auswärts gegen den Tabellenfünften – dann ein phänomenaler Auswärts-Sieg erkämpft durch Willen und Leidenschaft!

    Die Damen I der SGHH wollten den Schwung des überragenden Heimsieges gegen Mitabstiegskandidat Allensbach II mit in die Auswärtspartie gegen den eigentlich ziemlich unantastbaren TSV Bönnigheim mitnehmen. Allerdings hätten die Vorzeichen nicht schlechter stehen können, denn die SGHH mußte auf die drei Stammkräfte Denise, Katharina und Anna verzichten.

    Der Gastgeber trat zwar in Bestbesetzung an, allerdings gab es doch einen relevanten Vorfall, was sich vor der Partie erst mal nicht bemerkbar machte, aber vielleicht doch im Spielverlauf? Der TSV mußte nämlich vor Weihnachten kurzfristig einen neuen Trainer engagieren und die heutige Partie war das 1. Pflichtspiel des TSV unter neuer Leitung nach nur einer gemeinsamen Trainingswoche!

    Anfänglich legte der TSV aber mit dem Bonus einer starken BWOL-Mannschaft furios los und führte schnell mit 2:0. Die SG konnte durch Selina zum 1:2 (5.) anschließen, dann legte der TSV unbeeindruckt zum 4:1 (7.) weiter vor. Selina und Clara schafften mit starken Einzelaktionen einen tollen Zwischenstand von 5:4 (9.).

    Dann eine Schrecksekunde für die SGHH: Selina stürzte bei einem Konter-Rettungsversuch und mußte sich den lädierten Knöchel bandagieren lassen. Gottseidank konnte sie nach ca. 15 Minuten wieder eingreifen. Nach einer nicht sehr cleveren Abwehraktion von Ramona war man das 1. Mal in Unterzahl. Der TSV machte daraufhin brutalen Druck und wirbelte die SG-Defensive total durcheinander: binnen 10 Minuten zog er auf nahezu uneinholbar scheinende 12:6 (19.) davon und mußte eigentlich nur noch den Sack zu machen!

    Der SG-Anhang war ziemlich bedient und hoffte, daß das Team wieder in die Spur finden und sich nicht aufgeben sollte! Dann wie aus dem Nichts knickte der TSV überraschenderweise ein, während die SGHH das Spielmoment drehte: mit der 1. Zeitstrafe des Gastgebers erwachten spätestens jetzt die „Kampfgeister“ der SGHH. Mit sicher verwandeltem Strafwurf konnten Bianca und dann Clara mit einer druckvollen Aktion zum 12:8 innerhalb von nur 50 Sekunden einnetzen. Dabei kam es wieder knüppeldick für die SGHH: Clara knallte bei ihrem Durchtanken zum Tor auf den Oberschenkel, der wohl vorher schon durch einen „Pferdekuß“ lädiert war.

    Trotz erneuter Unterzahl konnte die SGHH den Elan meistens über Bianca weiter fortsetzen, zumal sich Claudia immer besser in Szene setzen konnte und ihre Abwehrquote signifikant hochschrauben konnte. Dieses Signal setzte sich von der Defensive zur Offensive der SGHH weiter und plötzlich konnte man spüren, daß die Gäste langsam, aber sicher beim 13:11 (24.) durch Nora in der Lage waren, das Blatt zu wenden: Bönnigheim mußte leicht geschockt nach dem unwiderstehlichen 5:1-Lauf der SGHH die 1. Auszeit nehmen!

    Doch die Auszeit half nichts: jetzt spielte der bisher so souveräne TSV überhastet und unüberlegt, die schwachen Schüsse verfehlten das SG-Gehäuse oder wurden eine sichere Beute von Claudia. Die SGHH spielte im Stile einer cleveren und abgezockten Mannschaft und konnte mit schnellem Paßspiel die TSV-Abwehr locker auseinanderreißen. Laura nutzte in zwei Top-Aktionen die Verwirrung super aus und verwandelte absolut sicher zum 14:14-Ausgleich und 14:15 rd. 180 Sekunden vor HZ! Damit war die SGHH zum 1. Mal in Führung und hatte 7 Tore phänomenal aufgeholt! Mit dem 16:17 zur HZ hatte die SGHH das Heft des Handelns vollständig übernommen!

    Nach der Pause ging es genauso erfolgreich weiter: dem Gastgeber gelang nichts mehr, die ersten acht Angriffe wurden von Claudia entschärft oder gingen sehr weit am Kasten vorbei. Die SG-Offensive marschierte munter weiter und beim 16:20 (35.) durch Nora schien eigentlich fast alles klar zu sein. Natürlich mußte nach dieser famosen, aber kraftraubenden Spielphase mit einem 4:14-Zwischenstand (!) und nur 3 Auswechselspielerinnen mal ein kleiner Bruch ins SGHH-Spiel kommen. Der TSV bekam wieder Oberwasser und konnte das Spiel über 25:22 (44.) bis zum 28:27 rd. 7 Minuten vor Schluß wieder drehen. In die Karten spielte natürlich auch die Disqualifikation von Ramona in der 38. Minute, so daß die übrigen Stammkräfte und vor allem die zwei angeschlagenen Mädels noch mehr als üblich das Allerletzte aus sich herausholen mußten!

    Mit Lauras super gemachtem Ausgleich zum 28:28 (54.) war aber die kurzzeitige Schwächephase beendet, denn der TSV hatte nicht das notwendige Stehvermögen, den 3-Tore-Vorsprung über die Zeit zu bringen. Der TSV rannte sich mehrmals in der SG-Defensive fest, dann ging die 1. oder 2. Welle ab und konnte fast mühelos die TSV-Abwehr durchbrechen. 180 Sekunden vor Schluß lag die SGHH uneinholbar mit 29:31 in Front und der SG-Anhang jubelte!

    Das war ein Krimi mit absolut verdientem Happy End für unsere SGHH-Mädels. Dieser unerwartete, aber eminent wichtige Sieg wurde mit purem Willen und größter Leidenschaft erkämpft! Somit bewahrheitete sich wieder der Slogan: „Du hast keine Chance, aber nutze sie!“ Gegen den Tabellenfünften mit einer „Rumpf“-Mannschaft so zu agieren und der eigentlich sicheren Niederlage zu trotzen, sollte die Köpfe, Herzen und Kräfte für die nächsten Partien nachhaltig freimachen! Wenn die SGHH so bedingungslos und leidenschaftlich in den nächsten Partien auftritt wie heute, sollte der sehr erfreuliche Aufwärtstrend weiter an Dynamik zunehmen!

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (9/4), Joseline Witter, Selina Röh (6), Laura Witt (6), Ramona Borne, Clara Hoffmann (3), Nora Schmidt (5), Tamara Dehm (3), Hanna Marquardt; MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp

  • SG H/H : SV Allensbach II 36 : 28 (20:14)

    Überzeugende Trotzreaktion auf Auswärtsniederlage: SGHH revanchiert sich mit Kantersieg!

    Nach der blamablen Auswärtsniederlage vor 8 Tagen wollte das junge SG-Team heute Wiedergutmachung betreiben. Voll motiviert startete die SGHH in die Partie, wobei im Gegensatz zum Vorspiel Denise wieder mit dabei sein konnte.

    Allensbach wollte den Spirit des Sieges mitnehmen und konnte nach nur 2 Minuten durch ihre Top-Schützin mit 0:2 in Font gehen. Die SG hielt gut dagegen, so daß sich die beiden Teams einige Zeit lang neutralisierten. Dann fiel das 1:2 (6.) durch eine energische Einzelleistung von Clara, was eine Initialzündung für das ganze Team bedeutete. Allensbach konnte zwar nochmals erhöhen, dann aber lief der SG-Motor immer besser und beim 6:5 (11.) von der super aufspielenden Clara lag das Heim-Team erstmals in Front. Die nächsten sieben Minuten legte die SGHH immer vor, Allensbach konnte aber immer wieder leicht nachziehen. Damit konnte beim Stand von 9:8 (18.) die SGHH beeindruckend demonstrieren, daß sich die Vorzeichen im Gegensatz zur Auswärtsklatsche grundlegend geändert hatten. Der Gast schien beeindruckt und es sollte eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis die SGHH ihre Dominanz in eine höhere Führung ummünzen könnte.

    Ab diesem Punkt trumpfte die SGHH durch Bianca und die frisch eingewechselten Laura und Ramona mächtig auf und konnten mit einem 5:1-Sturmlauf in nur drei Minuten zum vorentscheidenden 14:9 (21.) wegziehen. Diesen beruhigenden Abstand konnte die jetzt dominierende SGHH bis zum HZ-Stand von 20:14 souverän behaupten.

    Nach der Pause mußte die SG (wieder) einige Zitterminuten überstehen, es schien wieder sozusagen eine „Angst vorm Sieg-Blockade“ die Oberhand zu gewinnen. Die SG spielte zu statisch und zu ängstlich. Anstatt weiter selbstbewußt und fokussiert zu agieren, hatte man sich in den Kopf gesetzt, den Ball zum Kreis zu passen, obwohl dieser gar nicht mehr an der vorgeplanten Position mehr stand! Allensbach nahm die Geschenke dankbar an und schnupperte durch einen schnellen 1:5-Lauf zum 21:19 (38.) fast schon wieder am Ausgleich! Anstatt wie in den vergangenen sieglosen Spielen weiter zu verkrampfen, stieg die Lernkurve rapide an: denn was ja 30 Minuten vorher super funktioniert hatte, müßte doch jetzt auch wieder funktionieren? Also gesagt-getan: durch drei unhaltbare Knaller unserer Torjägerinnen Clara, Denise und Bianca zum 24:19 (42.) konnte das schlingernde SG-Boot wieder stabilisiert und das Allensbacher Aufbegehren vorerst eingebremst werden. Doch der Torhunger der SG war noch lange nicht gestillt: Tor um Tor wurde souverän und mannschaftsdienlich herausgespielt und verwandelt! Hut ab, die Phase bis zum 28:22 (48.) war eine der besten in der ganzen Runde!

    Doch der Gast vom Bodensee ließ immer noch nicht locker und konnte durch eine Zwei-Minuten-Strafe wieder den Vorteil auf seine Seite ziehen, mit einem so nicht mehr für möglich gehaltenen 0:4-Lauf zum 28:26 (51.) kam wieder leichte Unsicherheit in die Reihen der SG. Aber unsere wieder bärenstark auftrumpfende Bianca konnte sich wieder super durchtanken und beendete mit ihrem 12. Treffer zum 29:26 (53.) somit das letzte Aufbäumen der Bodensee-Truppe. Die Pflicht war hiermit erfüllt, an der Kür zum hochverdienten und letztlich souveränen Heimsieg durften die Kolleginnen sich nochmals schadlos halten und konnten dabei fast die 10-Tore-Marke knacken. Genauso spielentscheidend war natürlich die wieder hervorragende Leistung unserer einzigen Torfrau Claudia, die wieder mehrere „Unhaltbare“ entschärfen konnte und somit den elementaren Defensivfundament für diesen höchsten Saisonsieg legte.

    Das war eine famose und sehr entschlossene Energieleistung der SG-Damen und man kann sich nur wünschen, daß unsere Mädels mit diesem überzeugendem Sieg spätestens jetzt selbst erkennen müßten, daß sie mit dieser heute gezeigten Qualität an Kampfkraft und Motivation gegen alle kommenden Gegner immer eine Siegchance haben, egal aus welcher Tabellenzone er kommen mag!

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (12/4), Selina Röh (3), Laura Witt (5), Ramona Borne (2), Anna Greil, Katharina Kaiser, Denise Bremer (5), Clara Hoffmann (6), Nora Schmidt, Tamara Dehm (2), Hanna Marquardt (1);

    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Vanessa Kunsmann, Rüdiger Böllinger

  • SG H/H : SG Kappelwindeck/Steinbach 23 : 27 (14:11)

    45 Minuten auf Augenhöhe: SGHH schnuppert am Punktgewinn gegen haushohen Favoriten!

    Zum letzten (Heim-)Spiel der Vorrunde empfing die SGHH den aktuellen Tabellenzweiten und Titelkandidaten SG Kappelwindeck/Steinbach, der hier seine beeindruckende Siegesserie fortsetzen wollte. Die SGHH konnte fast in Bestbesetzung antreten, nach dem verdienten und wieder Hoffnung schöpfenden Auswärtssieg in Ottenheim konnte die SGHH einiges an Selbstbewußtsein auf die Waage legen!

    Die Gäste legten von Beginn an durch ihre starken Offensivspielerinnen zwar immer wieder vor, doch die SGHH spielte konzentriert und entschlossen ihre Stärken aus und konnte immer den Anschluß halten. Beim 7:7 (17.) startete die SGHH eine unwiderstehliche Phase, in der die starken Gäste eins ums andere Male sich düpieren lassen mußten. So hatten sich die Gäste ihren Auftritt nicht vorgestellt, der SG-Trainerfuchs und Ex-Südbaden-Jugendauswahl-Trainer A. Manz mußte sehr oft die flatternden Nerven seiner Spielerinnen beruhigen. Die SGHH spielte zum ersten Mal in der Runde sehr abgeklärt und nahezu fehlerfrei, so daß die Aktionen und Torschüsse allesamt funktionierten. Claudia im Tor sicherte mit Super-Reflexen die Abwehr nach hinten ab und so konnte die SGHH über ein 13:9 (27.) zum hochverdienten Pausenstand von 14:11 aufspielen.

    Nach der Pause war dieses Selbstbewußtsein plötzlich wie weggeblasen, es schlichen sich wieder unerklärliche Leichtsinnsfehler ein! Die bis dato verunsicherten Gäste nahmen die Geschenke dankend an und drehten beim 15:16 (41.) das Match innerhalb von 10 Minuten. Leider konnte sich die SG erst nach dem 16:20 (47.) wieder in stabileres Fahrwasser retten! Doch dieser 2:9-Negativlauf mit 4 Toren Rückstand in stark 15 Minuten konnte die SGHH nicht mehr wettmachen. Trotz Kampf und Moral bis zum Schluß ließen die sich auf der breiten Siegerstraße befindenden Gäste nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.

    Schade, daß man den Sieg wieder leichtfertig verschenkt hat. Doch heute konnte man erkennen, daß die SG-Mädels doch langsam, aber sicher in der BWOL angekommen sind! Die Leistungs- und Lern-Kurve zeigt eindeutig nach oben! Von Spiel zu Spiel wird die Spielweise stabiler und nachhaltiger! Gegen ein Team aus der Abstiegszone hätten die heutigen starken 45 Minuten gut ausgereicht, gegen einen Titelfavoriten und Tabellenzweiten braucht das Team natürlich noch einige Takte mehr an Stehvermögen. Dieser Auftritt macht aber dem Team und den Offiziellen sehr große Zuversicht, daß dieses jetzt noch fehlende und zum Siegen notwendige Element vom SG-Team in der Rückrunde weiter akribisch in den Matchplan eingearbeitet wird!

    Am Drei-König 2018 kommt es beim ebenfalls im Tabellenkeller stehenden Rivalen SV Allensbach 2 zum wegweisenden Duell, wo das junge SG-Team sich so teuer wie möglich verkaufen wird! Let’s roll, SGHH!

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (7/2), Selina Röh (3), Laura Witt (1), Ramona Borne (2), Anna Greil (1), Katharina Kaiser, Denise Bremer (4), Clara Hoffmann (1), Nora Schmidt (1), Tamara Dehm (3), Hanna Marquardt;

    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Rüdiger Böllinger, Vanessa Kunsmann

  • 1. Damen

    Oberliga Baden

     

    Hinten v. links:

    Marvin Kikillus (Trainer), Melanie Herberger, Kristina Auer, Shirin Krieger, Joseline Witter, Isabel Gromer, Laura Gross, Sebastian Eigl (Trainer)

     

    Vorne v. links:

    Nina Treml, Julia Telatinski, Ina Bauer, Kathrin Schubart, Rebecca Hodolic, Regina Veith, Laura Bader

     

    Es fehlen:

    Viktoria Mustapic, Felicia Trautz, Laura Bitzen, Charlotte Durst, Louisa Schuricht