Kategorie: 1Damen_Spielbericht

  • TSV Bönnigheim : SG H/H 30 : 26 (13:12)

    Verletzungspech reduziert die durchaus vorhandenen Außenseiterchancen!

    Im heutigen Auswärtsspiel galt die SGHH als Außenseiter, denn der Gastgeber konnte mit 11 Toren Vorsprung einen bärenstarken Kantersieg am letzten Wochenende gegen den Aufsteiger Steißlingen einfahren.

    Personell sah die Situation wieder etwas besser aus, mit Denise, Joceline und Vanessa meldeten sich wieder drei frische Kräfte von der Auszeit zurück.

    Gegen den vollzähligen und auf jeder Position mit zwei gleichwertigen Spielerinnen bestens aufgestellten Gastgeber mußte die SGHH wieder wie gegen Nußloch mit einer „assymmetrischen“ Strategie aufwarten. Tatsächlich hielten sich die SG-Mädels an den Schlachtplan des Trainers: sie spielten lange Zeit sehr geduldig und abgeklärt und konnten durch die perfekten Aktionen des homogenen Kaders mit der wieder überragenden Führungsspielerin Bianca mit 4:8 (15.) vorlegen. Leider verletzte sich Denise schon nach ca. 3 Minuten am Sprunggelenk und konnte somit nicht mehr positiv für ihr Team ins Spielgeschehen eingreifen, was natürlich die Kampfkraft und die prinzipiell guten Außenseiterchancen weiter schmälerte.

    Die SG-Mädels spielten auf hohen technischen und kämpferischen Niveau. Claudia hielt alles, was zu halten war. Doch die nach Ausfall von Denise wieder zusammengeschmolzene Bank konnte mit zunehmender Spieldauer nicht die spielerische Wucht des starken Bönnigheimer Kaders auffangen: innerhalb 10 Minuten konnte Bönnigheim mit 11:10 (27.) wieder in Front gehen und ließ auch keinen Führungswechsel für die SGHH mehr zu.

    Auch wenn die Gastgeberinnen immer wieder bis zu 6 Tore in Front gingen, konnte die geschwächte SGHH kämpferisch dagegen halten und nochmals bis auf 2 bzw. 3 Tore rankommen. Doch Bönnigheim mußte sich heute nicht mehr besonders anstrengen, sondern konnte mit der zahlen- und qualitätsmäßig top bestückten Bank routiniert den Sieg nach Hause schaukeln.

    Schade, mit Denise wäre es wohl ein deutlich engeres Match gewesen und die SGHH hätte hier mit einem so ausgedünnten Kader trotzdem um den Sieg mitspielen können. Deshalb müssen jetzt alle Unterstützer und Verantwortliche alles unternehmen, daß die personelle Misere abgestellt wird. Ob das kurzfristig für das Auswärtsspiel in Steißlingen am Feiertag klappen wird, ist mehr als fraglich. Die Saison hat aber erst angefangen und mit hoffentlich zunehmender personeller Stabilität kann die SGHH wirklich jede Mannschaft der BWOL schlagen. Ohne neue personelle Ressourcen hingegen wird es sehr schwierig werden, die Perspektive auf den Klassenerhalt am Leben zu halten.

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski, Celina Böllinger; Feld: Bianca Dehm (13/3), Isabel Gromer (4), Joceline Witter (1), Selina Röh (4), Laura Witt (2), Lea Müller (2), Vanessa Schneider, Denise Bremer, Tamara Dehm;

    MV: Markus Hellmann

  • HSG Leinfelden-Echterdingen : SG H/H 32 : 22 (16:9)

    SGHH mit geschwächtem Kader auf verlorenem Posten!

    Die Damen I der SGHH hätten heute was reißen können, denn der Gastgeber und Aufsteiger HSG L.-E. hatte sein Auftaktspiel etwas überraschend recht deutlich verloren. Mit dem Kader und der Einstellung vom Heimsieg hätte die SGHH mit einer großen Portion Coolness und Cleverness heute auch für eine Überraschung sorgen können.

    Leider mußten an allen Punkten deutliche Abstriche gemacht werden, mit Denise (Diensteinsatz) und Vanessa S. (Urlaub) und weiterhin ohne die Pausierenden Clara und Vanessa K. fehlte fast die halbe Mannschaft und v.a. zwei unverzichtbare Stammspielerinnen. Hanna und Katharina konnten glücklicherweise wieder auflaufen, aber die Ausfälle konnten nicht kompensiert werden!

    Nur am Anfang spielte man clever und ruhig, so konnte man die anrollende Heim-Mannschaft ca. 10 Minuten auf Abstand halten, dann aber brach der Damm durch zu schnell und nicht verwandelten Schüssen. Einige Konter und schnelle 2. Welle mit ihrem bärenstarken Rückraum genügten, um den Vorsprung auf bis zu 7 Tore auszubauen. Die Gastgeberinnen waren schon stark, aber nicht unangreifbar. Denn nachdem die SGHH 6, 7 Tore zurücklag, konnte sie durchaus mithalten und hätte den Abstand bei etwas besserer Konzentration sicher auf 5 halten können.

    Ein wertvoller Aktivposten und heute beste Spielerin war Claudia im Tor, die reaktionsschnell und sensationell in den ersten 15 Minuten viele 100 % ige entschärfen konnte. Doch nach ca. 15 Minuten mußte sie wegen eines eingeklemmten Rückennervs mit großen Schmerzen ausgewechselt werden. Sie mußte bis zur HZ pausieren, konnte aber wieder nach der Halbzeit eingewechselt werden und zeigte weiter eine Top-Leistung.

    Die Mädels konnten noch einige wertvolle Erfahrungen sammeln und insgesamt wurde es auch kein Debakel! Deshalb muß dieses Spiel jetzt schnell abgehakt und nach vorne geschaut werden. Mit wieder vollständig aufgestelltem Kader kann die SGHH in Bönnigheim am 30.09.18 wieder wie gegen Nußloch selbstbewußt um den Sieg mitspielen.

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski, Celina Böllinger; Feld: Bianca Dehm (7/4), Isabel Gromer (3), Selina Röh (5), Laura Witt (5), Lea Müller, Anna Greil, Hanna Marquardt (2), Katharina Kaiser, Tamara Dehm;

    MV: Markus Hellmann

  • SG H/H : SG Nußloch 28 : 25 (14:8)

    SGHH startet mit verdientem Heimsieg in die 2. BWOL-Saison!

    Die Damen I der SGHH erwarteten zum ersten Heimspiel in der 2. BWOL-Saison mit der SG Nußloch einen unberechenbaren Gegner, der von 2014 – 2016 noch in der Regionalliga spielte, dann hintereinander erst in die BWOL, dann in die Badenliga absteigen mußte. Als Meister und Aufsteiger aus der Badenliga wollten sich die Gäste sich so teuer wie möglich verkaufen. Beide Teams konnten noch nicht ihre Bestbesetzung aufbieten, aber die SGHH konnte dieses Manko besser kompensieren als gedacht!

    Immerhin mußte die SGHH auf Ramona Borne (Spielpause), Clara Hoffmann (Auslandsaufenthalt), Hanna Marquardt, Nora Schmidt (beide Abgang bzw. Spielpause), Joseline Witter (Urlaub) und Vanessa Kunsmann (Auslandssemester) verzichten. Glücklicherweise kamen aus der in der vorletzten Saison in der BWOL spielenden A-Jugend mit Lea Müller, Isabell Gromer und Celina Böllinger wertvolle Verstärkungen, die sich gleich harmonisch in das „Rumpf-Team“ einfügten und entscheidende Impulse zum Sieg beisteuerten!

    Hochkonzentriert und fokussiert wollte die SGHH ihren Heimvorteil nutzen und den Gegner gleich klarmachen, wer hier das Sagen hat. Das 1:0 durch Nachwuchs-Talent Isabel konnten die Gäste noch schnell ausgleichen. Dann folgte eine beeindruckende Spielkultur der SGHH, die sich durch schnelle, ballsichere Wechsel, schön herausgespielten Chancen und sehr sicheren Abschlüssen auszeichnete und somit konsequent in einem 6:0-Lauf zum 7:1 (13.) gipfelte. Aber ohne vernünftige Defensive kein Erfolg! Die Abwehr hat ebenfalls mit hohem Einsatz und Kampfgeist, dennoch äußerst fair, die Nußlocher Offensivbemühungen gleich im Keim erstickt! Dazu kam noch etwas Nußlocher Nervosität und Pech, was ja die SGHH ähnlich im ihrem 1. BWOL-Auftritt erleben mußte! Die Gäste fingen sich ganz langsam, aber die Heim-Mannschaft spielte auf diesem hohen Niveau unbeeindruckt weiter. Jede Spielerin ackerte mit ihrer Nachbarin zusammen, um die Gegentreffer-Quote niedrig zu halten. Wenn mal was durchging, war Claudia mit absoluter Präsenz hochkonzentriert zur Stelle und entschärfte mehrere Hochkaräter! Im Angriff wurde weiterhin präzise und gefährlich gespielt, beeindruckend die psychologische Stabilität des ganzen Teams. Besonders Selina übernahm hier mehr und mehr Verantwortung und konnte mit technisch präzisen Aktionen wertvolle Impulse geben und „nebenbei“ ihre bisher höchste Torausbeute im SGHH-Dress einheimsen.

    Nach der HZ wurde von Markus organisch durchgewechselt, so daß kein Bruch im System erfolgte. Die SGHH konnte weiter ihren Vorsprung auf fast 10 Tore ausbauen, beim 18:9 (36.) sowie beim 19:10 (37.) durch einen Doppelschlag von Denise war der Weg zum 1. Heimsieg sperrangelweit offen. Obwohl die Gäste langsam stärker wurden, konnte die SGHH beim 26:17 exakt 11 Minuten vor Schluß weiterhin den entscheidenden 9-Tore-Vorsprung konservieren. Dann machte sich beim dünnen Kader doch ein leichter Kräfteverschleiß bemerkbar, so daß die Aktionen jetzt doch etwas zäher liefen. In den letzten 10 Minuten zogen die Gäste das Moment auf ihre Seite, mit einem 5:0-Lauf konnten sie auf 4 Tore herankommen. Doch hier konnte die SGHH cool und clever ihre Angriffe bis zum Zielpunkt effizient runterspielen, so daß Laura mit ihrem 5. Treffer zum 27:22 (57.) und Schützenkönigin Selina mit ihrem 10. Treffer zum 28:24 eine Minute vor Schluß den hochverdienten Auftaktsieg klar machen.

    Das wieder deutlich verjüngte Damenteam I der SGHH hat heute wie aus einem Guß gespielt, auch die Youngster haben sich optimal und verstärkend ins Mannschaftsgefüge eingefügt. Unser neuer Trainer hat hier sehr gute und nachhaltige Impulse gesetzt und konnte auch mit seinen ruhigen, dennoch intensiven Ansagen von der Seitenlinie seine Spielerinnen positiv und zielgerichtet zum Sieg coachen. Wenn das Team diese neue Stärke verinnerlichen und weiterhin abrufen kann, könnte dem sicher mit dem kleinsten Budget agierenden Team weitere Überraschungen gelingen. Auch gegen den Aufsteiger HSG Leinfelden-Echterdingen, der lt. eigenen Aussagen sich gut mit erfahrenen Spielerinnen verstärken konnte, ist der Ausgang offen! Mit dem positiven Schwung des Heimsieges wird sich die SGHH so teuer wie möglich verkaufen!

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski, Celina Böllinger; Feld: Bianca Dehm (5/1), Isabel Gromer (2), Selina Röh (10/1), Laura Witt (5), Lea Müller, Anna Greil (1), Vanessa Schneider, Denise Bremer (3), Tamara Dehm (2);

    MV: Markus Hellmann, Rüdiger Böllinger.

     

  • Saisonauftakt am 9. September

    Am kommenden Sonntag um 17:30 Uhr wird das Dirndl gegen das Trikot getauscht. Denn dann empfängt unser Damen BWOL-Team den Aufsteiger aus Nußloch zum ersten Rundenspiel in Bruchsal. Das Team um unseren neuen Trainer Markus Hellmann wünscht sich viel Unterstützung von den Rängen, um hoffentlich erfolgreich in das Unternehmen Klassenerhalt 2.0 zu starten.

    Dauerkarten für die Spiele aller SG-Teams können für nur 70,00 Euro bei Jürgen Förster (Tel. 5734) bestellt und am Sonntag an der Kasse abgeholt werden.

  • SG Kappelwindeck/Steinbach : SG H/H 27 : 29 (10:14)

    SGHH gewinnt Herzschlag-Finale im Fernduell um sicheren Tabellenplatz mit kühlem Kopf und tollem Einsatz!

    Vor einem Jahr mußte die SGHH in zwei entscheidenden Partien Klasse und Kampfgeist in die Waagschale werfen, um den Aufstieg in die BWOL klar zu machen. Heute wiederholte sich ein ähnliches Herzschlag-Finale, denn im Fernduell mit der FSG Donzdorf/Geislingen hatte die SGHH heute die eindeutig schwierigere Hürde zu nehmen als der Konkurrent! Die FSG mußte gegen den ebenfalls feststehenden Aufsteiger Pforzheim antreten. Noch in der Besetzung gegen uns vor 14 Tagen mit der alles überragenden Rückraumschützin D. Bergmane-Versakova, die 13 von 31 Treffer machte, wäre das eine klare Sache für Pforzheim gewesen. Doch sie zog sich wie die beiden wichtigsten Stammspielerinnen A. Henschel und J. Stindl ebenfalls eine schwere Verletzung zu, so daß die Pforzheimer plötzlich ohne etatmäßigen Rückraum dastanden und deshalb die FSG gute Siegchancen besaß. Alle im Umfeld der SGHH gingen davon aus, daß sich die FSG diese einmalige Chance nicht entgehen lassen und die dezimierte Pforzheimer Truppe schlagen würde.

    Deshalb lautete die klare Ansage für die SGHH, gegen den designierten BWOL-Meister und definitiven 3.-Liga-Aufsteiger mindestens einen Punkt zu holen, um mit der FSG gleich zu ziehen. Durch den Heim-Sieg mit vier Toren Differenz gegen die FSG vor vier Wochen hatte die SGHH also den direkten Vergleich für sich entschieden, jetzt mußte man „nur“ noch gegen den Top-Favoriten Kappel/St’bach einen Zähler holen!

    Die SGHH begann trotz der kritischen Ausgangssituation sehr konzentriert und diszipliniert, denn gegen den dominierenden BWOL-Tabellenführer hatte die SGHH eigentlich keine Chance und konnte als „Underdog“ absolut befreit und ohne Druck aufspielen! Durch diese psychische Stärke waren alle Aktionen sowohl in Defensive als auch Offensive von Beginn an sehr präzise und mit recht fehlerfreier Spielkultur. Schon im zweiten Angriff konnte Tamara einen Konter verwandeln, der 20 m-Paß von ihrer Schwester Bianca war präzise und butterweich, und so stand es nach 51 Sekunden 0:1 für die SGHH. Das war ein tolles Omen für das ganze Spiel! Denn auch Selina konnte gerade 35 Sekunden später mit einem energischen Sprungwurf und Schuß ins rechte obere Eck zum 0:2 nachlegen. Die SGHH war also voll da und hochmotiviert, sich so teuer wie möglich zu verkaufen!

    Bis zum 10:10 (22.) war es ein offener Schlagabtausch, wobei allerdings die SGHH schon leicht die Nase vorne hatte. Denn im Gegensatz zur SGHH waren die Gastgeberinnen vermutlich nicht mehr ganz so fokussiert, irgendwie auch nicht so treffsicher wie sonst, denn einige Freie wurden von Claudia phänomenal entschärft, viele Schüsse wurden aber auch an Pfosten und Latte gesetzt bzw. weit am Kasten vorbei, auf jeden Fall eindeutig mehr als bei der SGHH. Die letzten acht Minuten vor der Pause gehörte der SGHH, denn die Gastgeberinnen verloren auch mehr und mehr den Zugriff in der Abwehr. Laura, Bianca wieder als beste Spielerin des Matches und zweimal Clara mit konsequent durchgezogenen 1:1-Aktionen sicherten der SGHH ein überraschendes 4-Tore-Polster zur Pause. Claudia konnte dieses Polster durch einen glänzend parierten Strafwurf absichern, so daß die Führung mehr als verdient war.

    Dieser Vorsprung sorgte auch in der 2. HZ viel Selbstvertrauen und Motivation, die SGHH spielte aus einem Guß und verwandelte die sehr clever herausgespielten Chancen eiskalt. Aus dem 10:12 spielte sich die SGHH in einen Rausch, so daß innerhalb 10 Minuten ein phänomenales 13:19 (40.) auf der Anzeigetafel stand! Obwohl die Gegenwehr der Heim-Mannschaft immer stärker wurde, konnte die SGHH diesen Vorsprung bis fast 13 Minuten vor Ende halten. Die Sensation lag in der Luft, sie war aber auch bitter nötig, denn beim Blick auf den Live-Ticker mußten die SGHH-Fans mit Erschrecken feststellen, daß die FSG Donzdorf/Geislingen schon kurz vor der HZ uneinholbar mit fünf Toren davongezogen war. Die SGHH mußte also ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen und hier bis aufs Messer fighten, um mindestens einen Zähler mit nach Hause zu nehmen. Die SGHH war also bis zur 47. Minute voll im Zielbereich, doch die proppenvolle Halle mit den Anfeuerungsrufen ohrenbetäubenden Trommeln der Schlachtenbummler und Fans wollten die Kappel-Mädels zum Sieg und zur Meisterschaft peitschen.

    So wurden die letzten 13 Minuten zum Drahtseilakt, denn die sehr jungen Wilden stürmten gegen das bisher stabile Abwehrbollwerk der SGHH immer gefährlicher an. Sie konnten Tor um Tor bis zum Match Point beim 23:25 fünf Minuten vor Schluß aufholen. Die Gastgeberinnen konnten auch defensiv per offener Manndeckung die jetzt drei Mal in Unterzahl agierende SGHH stärker in die Zange nehmen, worauf hier die Bruchsaler Fehlerquote in diesem Hexenkessel zum ersten Mal etwas hoch ging. Doch immer noch in Unterzahl trumpfte Clara mit zwei absolut phänomenalen 1:1-Aktionen auf, sie konnte die halbe Heim-Abwehr vernaschen und haute die Bälle ins Tor rein zum vorentscheidenden 23:27 exakt 3 ½ Minuten vor der Schlußsirene.

    Dann war das Herzschlag-Finale mit positivem Ende für die SGHH geschafft! Der Jubel aller Fans beider Lager über Meisterschaft und Aufstieg einerseits und der über den superstark erkämpften Klassenerhalt andererseits brandete minutenlang durch die Halle.

    Die SGHH gratuliert ganz herzlich der SG Kappelwindeck/Steinbach zu ihrer phantastischen Saisonleistung, die absolut verdient zur Meisterschaft und zum Aufstieg in die Regional-Liga geführt hat! Wir drücken Euch für eine erfolgreiche Saison in der 3. Liga ganz fest die Daumen!

    Auch wenn die FSG Donzdorf/Geislingen eventuell etwas mit dem „über-raschenden“ Ausgang hadern sollte, ist objektiv festzustellen, daß deren Sieg gegen Pforzheim durch absolut glückliche Umstände zustande kam und auch die von der SV Allensbach II zwei abgeschenkten Punkte mit sportlicher Fairness im Abstiegskampf nichts zu tun haben. Letztlich spiegelt die offizielle Tabelle die nackte, ehrliche Wertung wieder: die SGHH hat auf dem Spielfeld den direkten sportlichen Vergleich für sich entschieden und steht deshalb zu Recht den einen Platz höher und das ist auch gut so! Kopf hoch, liebe FSG Donzdorf/Geislingen, wir wünschen Euch auf jeden Fall viel Glück und Erfolg in der Relegation!

    Diese Debut-Saison für die Damen I der SG Heidelsheim/Helmsheim war der absolute Wahnsinn und deshalb hier auch herzlichen Glückwunsch und ein Riesenkompliment an das ganze Team, an die Trainerinnen und das gesamte Unterstützerfeld! Die Mädels mußten anfangs viel Lehrgeld bezahlen, doch sie haben schnell dazu gelernt und setzten diese neuen Erfahrungen positiv und erfolgreich in ihr Spielsystem um. Nach sehr mageren 6:20 Punkten in der Vorrunde konnte infolge der zügig erworbenen Ligareife die Rückrunde mit 17:9 phänomenal gedreht werden. Der gerechte und verdiente Lohn ist deshalb der direkte Klassenerhalt und somit die Aussicht auf ein zweites, sicher genauso spannendes Jahr in der BWOL 2018/2019!

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (10/5), Joseline Witter, Selina Röh (5), Laura Witt (1), Ramona Borne (1), Anna Greil, Vanessa Schneider, Denise Bremer (3), Clara Hoffmann (6), Nora Schmidt, Tamara Dehm (3), Vanessa Kunsmann, Hanna Marquardt

    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp

  • TG 88 Pforzheim : SG H/H 31 : 26 (13:12)

    Gute und positive Ansätze gegen den Tabellenführer gezeigt – am Ende mußte man sich doch dem phasenweise auf 3.-Liga-Niveau-spielenden Spitzenreiter geschlagen geben!

    Die TG 88 Pforzheim mußte aufgrund einer Verletzung auf ihre Leistungsträgerin im linken Rückraum verzichten, doch der Kader ist so breit und 3.-Liga-reif aufgestellt, daß sich dieser Ausfall nur in wenigen Situationenen bemerkbar machte. Denn die TG hat noch eine weitere knallharte Schützin, die allein 13 Treffer erzielte und somit den Ausfall locker kompensierte.

    Die SGHH mußte mehrmals einen Rückstand aufholen, hier machte sich die in 23 umkämpften Partien im 1. Jahr als Aufsteiger in die BWOL gesammelte Erfahrung und Wettkampfhärte schon bezahlt. Doch für den letztlich wesentlich routinierteren und spielstärkeren Tabellenführer reichten 50 recht gut gespielte Minuten aber nicht aus, um hier wenigstens einen Punkt mitzunehmen.

    Im Angriff war die SGHH wie meistens recht gut aufgelegt und konnte mit den besten Torjägerinnen Bianca und Denise gegen die variabel und konzentriert agierende Deckung der Gastgeber immer wieder eine Lücke finden. Natürlich mußte auch noch die stärkste Torfrau der Liga überwunden werden, was eigentlich meistens gut gelang. So konnte die SGHH einen 4-Tore-Rückstand bis zur HZ fast egalisieren. Doch leider wirkte die Abwehr nicht immer sattelfest, v.a. bei 1:1-Aktionen und Schlagschüssen von Rechtshänderinnen aus dem rechten Pforzheimer Rückraum kam man öfters ein Schrittchen zu spät. Claudia hielt was zu halten war, darunter auch einige Freie, aber die Pforzheimer Würfe waren meistens hart und sehr platziert geschossen. Dadurch und ein paar sehr wenigen technischen Fehlern konnte die SGHH aber zu keinem Zeitpunkt das Spiel dominieren und in Führung gehen, sondern mußte immer einem Rückstand hinterherrennen.

    Nach der HZ-Pause zeigte die SGHH tolles Potential auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer: mit dem Ausgleich zum 14:14 (34.) begann ein offener Schlagabtausch, den die SGHH bis fast 10 Minuten vor Schluß beim Stand von 21:19 gut mitgestalten konnte. Dann folgten zwei Hinausstellungen, die von der TG mit einem 7:1-Lauf auf 28:20 (57.) gnadenlos und vorentscheidend ausgenutzt wurden. Doch die SGHH ließ sich nicht „abschlachten“, sondern kam mit einer schönen Schluß-Trefferserie von 3:6 zu einem alles in allem zufriedenstellenden Ergebnis wieder ran.

    In der Vorrunde mußte man mit 8 Toren Rückstand zuhause reichlich Federn lassen, deshalb ist dieser Ausgang auswärts beim designierten Meister und Aufsteiger wieder eine beachtliche Leistungssteigerung! Wenn im nächsten und entscheidenden Spiel am 29. April um 17 Uhr in Bruchsal gegen die TuS Ottenheim so engagiert und konzentriert um den Klassenerhalt gekämpft und gespielt wird wie heute, kann nur ein klarer Heimsieg mit zwei wichtigen Pluspunkten die logische Folge sein!

    Deshalb sind alle Fans und Schlachtenbummler aufgerufen, die Mädels in diesem wichtigen Spiel tatkräftig und lautstark zu unterstützen.

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (10/4), Joseline Witter, Selina Röh (2), Laura Witt (3), Ramona Borne (1), Anna Greil, Vanessa Schneider, Denise Bremer (5), Clara Hoffmann (2), Tamara Dehm (1), Vanessa Kunsmann, Hanna Marquardt (2); MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp

  • SG H/H : FSG Donzdorf/Geislingen 25 : 21 (13:11)

    Im Abstiegs-Duell trotz nervlicher Anspannung einen letztlich souveränen Heimsieg erkämpft!

    Im entscheidenden Duell gegen Mitabstiegskandidat FSG Donzdorf/Geislingen mußte das Trainerduo Jasmin/Ramona auf Nora, Anna und Vanessa verzichten. Doch auch die Gäste traten nicht in Bestbesetzung an, so daß daraus ein minimaler Vorteil für die SGHH resultierte.

    Natürlich war ordentlich Adrenalin im Spiel, was ja positiv einerseits beflügeln kann, aber andererseits auch zum heftigen Nervenflattern führen kann, wenn es so wie heute um die “Wurst“ geht! Beide Teams waren sich der vorentscheidenden Bedeutung des Spiels sehr bewußt, was beide Teams etwas in ihrer Dynamik eingebremst und sicher auch für den einen oder anderen Fehler gesorgt hat. Wenn Ramona mit ihren tollen Schüssen nicht gleich zweimal den Pfosten, sondern ins Tor getroffen hätte, wäre deutlich mehr Sicherheit und Fahrt ins SG-Spiel gekommen. So konnte der Gast diese kleinen Schockmomente positiv ummünzen und zum 0:1 (2.) vorlegen. Glücklicherweise revanchierte sich der Handballgott, indem er beim Gäste-Strafwurf zum eigentlich sicheren 0:2 den Ball ebenfalls auf die Latte lenkte. Kollektiv erleichtert zog die SGHH ihre nächsten Angriffe zwar weiterhin vorsichtig durch, doch durch energische Aktionen von Josi, Denise, zweimal Bianca und Tamara wurde ohne viel Gegenwehr auf 5:1 (11.) vorgelegt. Die FSG lebte das ganze Spiel nur von ihrer Halblinks-Schützin Anja Heidinger (11/2), die man deshalb immer wieder in aussichtsreiche Position bringen mußte. In der Regel spielten die Gäste behäbig und ziemlich drucklos bis zur Passivspiel-Vorwarnung und dann konnte ihre Nummer 4 meistens beim letztmöglichen Freiwurf mit Mauerabschirmung die Bälle im Netz versenken.

    Die SGHH tat sich irgendwie weiterhin schwer, insbesondere Fehlervermeidung war weiterhin oberste Priorität. Wenn man mit etwas mehr Selbstvertrauen und Tempo auf die Gäste-Abwehr gedrückt hätte, hätte man diese sicher gut auseinandernehmen können, aber so spielte und lief man meistens nur parallel zur Abwehr. Wenn dann mal ein Schuß genommen wurde, dann war auch die versierte Gäste-Torfrau mit einer guten Parade zur Stelle. So mußte man die recht harmlosen Gäste wieder auf 7:5 (17.) rankommen lassen! Doch dann gab es eine Zeitstrafe für die Gäste und der Gästetrainer wollte auf Teufel komm raus diese Zeitstrafe und auch danach im Angriff ohne Torhüterin spielen. Doch dazu waren die Gäste balltechnisch nicht in der Lage: durch einfache Ballverluste eroberte die SGHH den Ball, dann wurde ein paar Meter nach vorne gespielt, dann der Ball ins leere Tor „reingekullert“! Das klappte hier dreimal (später nochmals zweimal) hervorragend und somit wurde der Vorsprung auf 11:5 (19.) deutlich ausgebaut! Danach dominierte aber wieder die Zeitspiel-Masche der Gäste, so daß sie verblüffenderweise bis zur HZ fast aufschließen konnten.

    Doch mit zwei Toren Vorsprung im Gepäck läßt es sich doch etwas leichter agieren: die SGHH konnte immer wieder bis zu fünf Tore vorlegen, die Gäste konnten nur noch jeweils um ein oder zwei Tore nachziehen. Damit hatte die SGHH die Gäste eigentlich immer gut in Griff, aber der entscheidende Durchbruch wollte trotz vieler klarer Chancen nicht recht gelingen. So mußte man etliche unsichere und unnötige Momente durchleben. Doch ab der 45. Minute waren die Gäste eigentlich nicht mehr in der Lage, die Dominanz der SGHH entscheidend anzuknacksen. Zumal Claudia jetzt doch den einen oder anderen „Last-Second-Shot“ der besten Gäste-Angreiferin entschärfen konnte und weil die SGHH mit der wieder überragenden Bianca immer wieder eine Lücke zum erfolgreichen Torschuß fand!

    So ca. sieben Minuten vor Ende wurde es doch noch ein bißchen spannender: Tamara, die heute sehr wichtige vier Treffer machte und in der Defensive als blitzschnelle, herzhaft zupackende Vorgezogene vor allem den Aktionsrahmen der Gäste-Nr. 4 zunehmend enger machte, wurde beim Zusammenprall eben mit der Nr. 4 am Auge verletzt und mußte vorsichtshalber ausgewechselt werden. Dadurch gab es wieder etwas mehr Platz für die Gäste, aber weiter bis auf drei Tore beim 23:20 (56.) kamen sie nicht mehr heran. Bianca mit ihrem vierten perfekt verwandelten Strafwurf und Denise mit krönendem Abschluß zum 25:20 knapp zwei Minuten vor Schluß machten dann den Sack konsequent zu!

    Ein Riesen-Kompliment geht an die Mädels, die ihre Abstiegsduell-Nervosität super im Zaum halten konnten und dem ebenfalls nervenzeigenden Kontrahenten diese wichtigen zwei Punkte abknüpfen konnte. Da die Mädels mit mehr als zwei Toren gewonnen haben, wären sie im direkten Vergleich immer noch vor Donzdorf/Geislingen, so daß hier ein sehr großer Schritt Richtung Klassenerhalt getätigt wurde!

    Jetzt kann die Mannschaft Ostern genießen und dann die letzten fünf Partien entspannt, aber fokussiert angehen. Realistisch könnten sicher zwei Heim-Siege noch eingefahren werden, das dürfte eigentlich ausreichen, um die weiter untenstehenden Rivalen im Zaum zu halten. Das nächste Spiel steigt am Samstag, den 07.04.18, um 18.00 Uhr, in Heiningen. Der TSV spielt beeindruckend auf hohem Niveau und belegt deshalb als Aufsteiger aus der WL-Süd aktuell den beachtlichen 5. Platz. Im Hinspiel hatte die SGHH recht unglücklich mit 31:33 das Nachsehen. Also hat man auswärts gegen diese starke (Heim-)Mannschaft auch eine Chance, aber da muß die SGHH von der ersten Sekunde an Gas geben und den Gastgebern zeigen, daß der jung-dynamische Aufsteiger aus Nordbaden auch hier angreifen und gewinnen will!

    SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (11/4), Joseline Witter (3), Selina Röh, Laura Witt (3), Ramona Borne (1), Denise Bremer (3), Clara Hoffmann, Tamara Dehm (4), Vanessa Kunsmann, Hanna Marquardt

    MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Rüdiger Böllinger